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BlackRock: Am Aktienmarkt wird es bald holpriger

Vor dem Hintergrund zunehmende Wachstumssorgen könnte dem Aktienmarkt bald die Luft ausgehen. Dafür verantwortlich ist ein Paradigmenwechsel bei den Investorenbefürchtungen.

Dr. Martin Lück und Felix Herrmann
Dr. Martin Lück und Felix Herrmann, BlackRock
© BlackRock

Investoren werden bei Aktien in den kommenden Wochen und Monaten wohl kleinere Brötchen backen müssen. „Plötzlich sind steigende Zinsen kein Thema mehr, stattdessen sind es Wachstumssorgen, die Investoren umtreiben“, schreiben Dr. Martin Lück, Leiter Kapitalmarktstrategie in Deutschland, der Schweiz, Österreich und Osteuropa bei BlackRock, und Kapitalmarktstratege Felix Herrmann in einer aktuellen Markteinschätzung.

Im zweiten Quartal werden die Weichen für das Gesamtjahr gestellt
Es entstehe der Eindruck, dass die Weltwirtschaft 2019 langsamer wachse, aber nicht unmittelbar vor einer Rezession stehe. „Der Ausblick auf das zweite Quartal könnte für den Verlauf des weiteren Jahres entscheidend sein. Denn in Q2 dürfte sich abzeichnen, ob der Welthandel sich stabilisiert und damit die Schwäche vieler Industriesektoren zum Ende kommt“, so Lück und Herrmann.

Neues Thema: „geduldige Kapitalmarkthüter“
Ein neues kapitalmarktrelevantes Thema, das BlackRock mit Blick auf die kommenden Monate in den Fokus rückt, sind „geduldige Kapitalmarkthüter“. Die US-Notenbank habe zugesagt, bei ihrem nächsten Zinsschritt sehr geduldig vorzugehen. Andere Zentralbanken hätten ihre Bereitschaft zu einer länger lockeren Zinspolitik signalisiert. „Zusammen mit einer sich verlangsamenden, aber weiter wachsenden Weltwirtschaft und vermeintlich nachlassenden geopolitischen Risiken sollte das kurzfristig ein günstiges Umfeld für Risikoanlagen schaffen“, schreibt Richard Turnill, Global Chief Investment Strategist des BlackRock Investment Institute (BII), im Ausblick für das zweite Quartal.

China soll für mehr Wachstum sorgen
China entwickelt sich BlackRock zufolge gerade wieder vom Hemmschuh zur Zugmaschine der Weltwirtschaft. „Peking lockert die fiskalischen und geldpolitischen Zügel, sodass die Wirtschaft im zweiten Quartal wieder kräftiger wachsen dürfte. Das wiederum dürfte sich auf die weltweiten Investitionsausgaben niederschlagen. Vorübergehend könnten damit die spätzyklischen Sorgen über ein langsameres globales Wachstum verstummen“, heißt es im BII-Ausblick.

Zahlreiche Risiken drohen
Gleichzeitig bleiben nach Ansicht der Experten weiterhin Risiken bestehen. BlackRock zufolge sind dies wieder auflebende Rezessionsängste, Inflationsdruck, der die Fed zu erneuten Zinsstraffungen zwingt, oder ein geopolitischer Schock, etwa ein Kräftemessen im Handelskonflikt zwischen den USA und Europa, der den Risikoappetit der Anleger zügelt.

Risikofreude ungebrochen, strenge Selektion notwendig
Angesichts dieses Marktumfeldes bleibt BlackRock risikofreudig. „Allerdings steht die Rallye an den Aktienmärkten auf wackeligen Beinen und wird wohl kaum weitergehen. Zudem erwarten die Marktakteure unseres Erachtens eine zu expansive Fed-Politik. Das mahnt zu selektivem Vorgehen bei Risikopositionen.“ Bei Aktienanlagen bevorzugen die Experten weiterhin die USA und die Emerging Markets. Dabei setzen sie vor allem auf Qualitätsaktien in Branchen, in denen die Gewinne trotz Wachstumsabkühlung weiter wachsen können, etwa im Gesundheits- oder Technologiesektor. Bei Anleihen stehen für BlackRock die Erträge im Vordergrund. „US-Treasuries finden wir als Sicherheitspolster für Portfolios attraktiv“, heißt es dazu im Ausblick. (aa)

 

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