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BKC AM: Value-Aktien sind weiterhin ein guter Inflationsschutz

Lange Jahre griffen Notenbanken der Wirtschaft großzügig unter die Arme. Dabei wurden Phasen mit negativen Nominal- und Realzinsen billigend in Kauf genommen. Der Nebeneffekt aus der Verschreibung solcher geldpolitischen Aufputschmittel bricht sich nun vehement seine Bahn.

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Aleksej Wunrau, Senior Portfoliomanager bei BKC Asset Management
© BKC Asset Management

"In Form von teils zweistelliger Inflation zahlen viele Volkswirtschaften einen hohen Preis für ein Jahrzehnt sorglosen Gelddruckens. Denn die damit verbundene Kaufkraftabwertung wirkt analog zu einer indirekten Steuer hochgradig wachstumshemmend", weiß Aleksej Wunrau, Senior Portfoliomanager, BKC Asset Management.

Pest oder Cholera?
In dieser Gemengelage sehen sich die Währungshüter mit der Wahl zwischen zwei Übeln konfrontiert: Lassen sie der Inflation freien Lauf, wird die Wirtschaft durch Kaufkraftverluste und fallenden Konsum in Mitleidenschaft gezogen. Bekämpfen sie die Inflation durch Zinserhöhungen, kühlt sich die Investitionstätigkeit ab. Beide Szenarien bergen das Risiko einer Rezession.

Powell präsentierte sich hawkish
Bei ihrem Symposium in Jackson Hole betonte die Fed, dass die größere Gefahr für die Volkswirtschaft derzeit von hoher Inflation ausgehe und deren Eindämmung absoluten Vorrang genieße. Fed-Präsident Powell stimmte die Märkte auf eine längere Phase höherer Zinsen ein. Abgesehen von weiteren Zinsanstiegen deutete er damit an, dass man zukünftig selbst bei konjunkturellem Gegenwind nicht mehr in vollem Umfang auf die geldpolitische Unterstützung seitens der Notenbank vertrauen sollte. Dies impliziert nichts Geringeres als das Ende der Ära des Fed-Puts.

Inflation erfordert nicht Verzicht, sondern Kostendisziplin
Die hohe Inflation lastet auch hierzulande zunehmend auf dem Konsumentenvertrauen und schlägt sich in fallenden Einzelhandelsumsätzen nieder. Mittelfristig werden die Verbraucher den Schock jedoch überwinden und ihre Kaufentscheidungen anpassen. Davon könnten im Zuge stringenterer Kosten-Nutzen-Betrachtungen auch teure, aber innovativere und haltbarere Güter profitieren, die ihren Preis tatsächlich wert sind – und weniger Produkte aus der Kategorie „Geiz-ist-Geil“.

Value-Aktien bevorzugt
Der Rausch des billigen Geldes katapultierte nahezu alle Vermögenswerte auf Rekordniveaus. Wo Bewertungen nur noch schwer zu rechtfertigen waren, wichen Anleger auf Kryptowährungen aus, die wie Pilze aus dem Boden schossen. Insgesamt baute sich Ende 2021 an den Kapitalmärkten eine „Alles-Blase“ auf, die infolge höherer Zinsen in den USA, der Energiekrise in Europa und einer zunehmenden Rezessionswahrscheinlichkeit jetzt im Platzen begriffen ist.

Neukalibrierung
So wie Zentralbanken derzeit die lang vergessene Kunst der Inflationsbekämpfung wiedererlernen, gilt es nun auch für Investoren, ihr Investitionsverhalten neu zu kalibrieren. Bei der Konstruktion von inflationsresistenten Portfolios wird die Berücksichtigung veränderter Konsumententrends eine zentrale Rolle spielen." Angesichts des Wegfalls des Fed-Puts und einer potenziell höheren Aktienmarktvolatilität wird die fundamentale Aktienbewertung wieder an Bedeutung gewinnen und nur noch die Bereitschaft zu gut kalkulierten Risiken von Erfolg gekrönt sein", analysiert Aleksej Wunrau. "An den Aktienmärkten erweist sich unser Verzicht auf die „Schönwetter-Strategien“ der Vorjahre jetzt als wertvoll. Investmentansätze mit zu hohem Wachstums- und Technologiefokus, bei denen verknappt die Aussage galt, dass fundamentale Hausaufgaben unnötig seien und man nur wahllos nachkaufen müsse, stehen unter besonderem Druck in der Rückabwicklung der aufgebauten Bewertungsexzesse."

Value-for-Money gilt für Konsumenten wie für Investoren gleichermaßen
Wunrau dazu: "Insgesamt sehen wir „Value-for-Money“ nicht nur für Verbraucher, sondern auch für Investoren als übergeordnete Prämisse für die kommenden Jahre. Wir halten deshalb an der Value-Ausprägung in unseren Fonds fest und achten bei der Auswahl der zu investierenden Unternehmen auf hohe Preissetzungsmacht, geringe Zins- und Bewertungssensitivität sowie hohe Resilienz gegen einen potenziellen Wirtschaftsabschwung." (kb)

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