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Bitcoin steht seine Reifeprüfung als digitales Gold noch bevor

In einem weit fortgeschrittenen Konjunkturzyklus gepaart mit anhaltenden geopolitischen Turbulenzen sind sichere Häfen gefragt. Damit könnte Bitcoin zeitnah die Chance erhalten, seinem Ruf als digitales Gold gerecht zu werden, indem es sich als Wertspeicher in Krisenzeiten beweist.

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"Das erste Jahrzehnt seit Schöpfung der digitalen Währung war geprägt von einem nahezu konstanten Aufschwung – zumindest an den Aktienmärkten", sagt Frank Geßner von INVAO. "Trotzdem hat sich Bitcoin in den vergangenen Jahren auch unter Akteuren des klassischen Finanzsystems bereits einen Ruf als „digitales Gold“ erarbeitet." 
© INVAO

Die Gründe liegen auf der Hand: Zum bisherigen Höhepunkt des Bitcoin-Booms Ende 2017 und Anfang 2018 schossen Transaktionskosten und -dauer im Bitcoin-Netzwerk signifikant in die Höhe. Die Kosten einer einfachen Transaktion überstiegen teilweise den Wert der transferierten Mittel und dauerten mehrere Tage, was Bitcoin für den Zahlungsverkehr unbrauchbar machte – und damit auch als Währung.

Zahlungsverkehrtauglichkeit von Bitcoin fraglich
Hintergrund dafür waren Skalierungsprobleme, da das Netzwerk zu schnell wuchs. Seitdem haben Lösungen wie das Lightning Network zwar Abhilfe geschaffen, dennoch nutzen Bitcoin Besitzer die Währung heute noch immer vorrangig als Wertspeicher anstatt für den digitalen Zahlungsverkehr. Menschen, die Güter oder Dienstleistungen mit digitalen Währungen erwerben, nutzen Alternativen wie Ethereum, EOS, XRP oder den Litecoin.

Bitcoin als alternatives Investment für Portfoliodiversifikation
Soweit das Offensichtliche. Tatsächlich aber zeigt eine tiefere Analyse, dass Bitcoin aufgrund seiner Charakteristiken als Anlageklasse signifikant zu einer besseren Portfoliodiversifikation beitragen kann. Bitcoin kann – genau wie Edelmetalle – als Alternative Investment eingestuft werden, welches das Portfolio abrundet, indem es Schutz gegen Risiken an den Finanzmärkten bietet. Nicht ohne Grund hat das US-amerikanische National Bureau of Economic Research (NBER) zuletzt eine Allokation von mindestens sechs Prozent in digitale Währungen empfohlen.

Analoges Gold und digitales Gold sind komplementäre Diversifikationsmittel
Zwischen 2013 und 2017 wies Bitcoin im Durchschnitt geringere Korrelationen zu den großen Anlageklassen auf als Gold. Besonders auffällig: Gold war mit einer Korrelation von 0,47 vergleichsweise stark mit dem US-Anleihenmarkt gekoppelt, während Bitcoin auf einen Koeffizienten von -0,02 kam. Bitcoin hingegen korrelierte mit 0,21 stärker mit dem S&P 500 als Gold mit -0,07. Diese Daten legen nahe, dass Bitcoin im Durchschnitt zwar eine geringere Korrelation zu klassischen Anlageklassen bietet als Gold, allerdings etwas stärker auf Entwicklungen an den Aktienmärkten reagiert. Die direkte Korrelation zwischen digitalem und analogem Gold war mit -0,12 übrigens ebenfalls leicht negativ. Das spricht dafür, dass es für eine optimale Diversifikation sinnvoll ist, im Rahmen der Allokation von alternativen Investments sowohl klassische Edelmetalle wie Gold als auch digitale Währungen wie Bitcoin zu berücksichtigen.

Unterschiede in der Volatilität zwischen Gold und Bitcoin
Der Goldpreis hat in den vergangenen fünf Jahren innerhalb einer Range von 1.100 bis 1.400 US-Dollar vergleichsweise hohe Sprünge gemacht. Im direkten Vergleich mit der sehr hohen Volatilität des Bitcoin-Kurses jedoch, kann der Kurs des Edelmetalls jedoch fast als relativ stabil bezeichnet werden. Aufgrund der langfristig herausragenden Wertentwicklung des Bitcoins lag seine risikojustierte Rendite – gemessen an der Sharpe Ratio – in den vergangenen fünf Jahren allerdings konstant über der von Gold.

Bewährungsprobe für Bitcoin steht noch aus
Diese zurückliegenden Daten deuten darauf hin, dass Bitcoin ein adäquates Alternative Investment ist, um das Portfolio zu diversifizieren und als sicherer Hafen in Krisenzeiten dienen könnte. INVAO-Vorsitzender Frank Geßner: "Da die Datenbasis aufgrund der noch jungen Historie der digitalen Währung aber noch gering ist – und Bitcoin bislang noch keine wirtschaftliche oder finanzielle Krise gesehen hat, muss sich die Währung noch im Ernstfall als sicherer Hafen bewähren. Da ein optimales Risiko-Hedging ohnehin mehrere alternativen Anlagen berücksichtigt, ist es sinnvoll, sowohl analoges als auch digitales Gold im Portfolio zu halten. Die Gewichtung sollte dabei von der individuellen Risikoneigung abhängen." (kb)

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