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Bitcoin-Mining verbraucht mehr Strom als Argentinien und E-Autos 2025

Die weltweit zur Schürfung von Kryptowährungen eingesetzten Computer könnten dieses Jahr ähnlich viel Strom verbrauchen wie ganz Argentinien und sich damit zu einem neuen Wachstumstreiber für Anbieter von erneuerbaren Energien entwickeln, meint man bei Morgan Stanley.

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Das als "Schürfen" bezeichnete Gewinnen von Kryptowährungseinheiten wie Bitcoins benötigt eine hohe Rechenleistung von Computern. Diese könnten im laufenden Jahr bis zu 140 Terawattstunden Strom verbrauchen, was etwa 0,6 Prozent des weltweiten Stromverbrauchs entspräche und zudem mehr als der für 2025 erwartete Strombedarf von Elektrofahrzeugen wäre, schreibt Morgan Stanley in einer Studie, aus der Bloomberg News zitiert.

Wachstumsstory für Produzenten erneuerbarer Energien und Stromspeicher? 

Wenn Kryptowährungen weiter an Wert gewännen, erwarte man, dass der weltweite Energieverbrauch für das Schürfen steige, schrieben die Analysten der US-Bank. Zwar seien 140 Terawattstunden Krypto-Strom zu wenig, um die Aussichten für globale Energieversorger zu beeinflussen; für Firmen aus den Bereichen Wind- und Solarstrom sowie Stromspeicherung könnte dies Morgan Stanley zufolge dagegen eine wichtige Wachstumsstory liefern. Zur Liste solcher Unternehmen zählten die Analysten unter anderem NextEra Energy Inc., Iberdrola SA und Enel SpA, sagt Bloomberg. Andere potentielle Nutznießer seien große Ölfirmen, die in erneuerbare Energien investieren. 

Ein besonders rühriger Anbieter ist Hydro-Quebec

Kanadas größter Stromversorger befindet sich in "sehr fortgeschrittenen" Gesprächen mit mehr als 30 Produzenten von Kryptowährungen und rechnet noch in diesem Jahr mit entsprechenden Vereinbarungen, wie ein Unternehmenssprecher am Mittwoch gegenüber Bloomberg News erklärte. Hydro-Quebec schätzt, dass die Bitcoin-Schürfer innerhalb von vier Jahren etwa fünf Terawattstunden Strom pro Jahr aus dem Überschuss der Staudämme in der Region nachfragen könnten, etwa so viel wie 300.000 Haushalte in Quebec. Investitionen in das Stromnetz würden damit von den Kryptogeld-Produzenten bezahlt, sagte der Sprecher.

Die Stromnachfrage für das Schürfen von Bitcoins stieg bis Ende 2017 auf etwa 20,5 Terawattstunden pro Jahr, berichten die auf das Thema Energie spezialisierten Analysten von Bloomberg New Energy Finance. Das entspricht mehr als der Hälfte der 38 Terawattstunden Strom, die jährlich von BHP Billiton, dem größten Bergbaukonzern der Welt, verbraucht werden.

Zahlreiche Unwägbarkeiten

In China verbrauchten Bitcoin-Schürfer laut BNEF 15,4 Terawattstunden, was nur ein Bruchteil der gewaltigen Energiewirtschaft des Landes ist. Obwohl das Land die weltweit größte Ansammlung von Bitcoin-Farmen beherbergt, nutzten diese BNEF zufolge nur 0,2 Prozent der jährlichen Stromproduktion vor Ort. Wegen des niedrigen Lohnniveaus dürften solche als Bitcoin-Miner bezeichneten Firmen sich auf China sowie den Mittleren Westen der USA und Pazifischen Nordwesten konzentrieren. Wer Bitcoins durch komplexe Berechnungen auf seinen Computern herstellt, wird dafür in der Kryptowährung entlohnt.

Analysten von Morgan Stanley raten allerdings auch zur Vorsicht

"Es gibt zahlreiche Unwägbarkeiten, was bedeutet, dass der Energieverbrauch sowohl in die eine, als auch in die andere Richtung schwanken kann. Dies ist eindeutig keine exakte Wissenschaft", heißt es im Report.  

Diese zusätzliche Energienachfrage könnte auch schnell kollabieren, wenn das Schürfen von Bitcoins duch einen weiteren Preisverfall der Krypotwährung auf einmal unprofitabel würde. Dann gäbe es einen entsprechenden Stromüberschuss, der den Produzenten wohl gar nicht gut bekäme. (kb)

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