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Bill Ackman verliert 430 Millionen Dollar bei 3-Monats-Netflix-Wette

Bill Ackman hat seine Beteiligung an Netflix aufgegeben, nachdem er in weniger als drei Monaten mehr als 430 Millionen US-Dollar in den Sand gesetzt hatte.

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Bill Ackman hat auch nicht immer Fortune.
© Patrick T. Fallon / Bloomberg

Auch Hedgefondsgrößen sind vor fehlgeschlagenen Investments nicht gefeit: Bill Ackmans Pershing Square Capital Management meldete am Mittwoch, dass man seine Netflix-Beteiligung verkauft habe, nachdem der Streaming-TV-Pionier einen unerwarteten Rückgang der Abonnenten im ersten Quartal meldete. Das berichtet Bloomberg News. Erstmal hatten sich mehr Abonnenten vom Netflix verabschiedet als neue hinzugekommen waren. Zudem wurde ein noch stärkerer Rückgang für das laufende zweite Quartal 2022 prognostiziert. Die Netflix-Aktien fielen um 35 Prozent auf 226,19 US-Dollar bei Börsenschluss in New York. Damit waren sie der schlechteste Wert im S&P 500 in diesem Jahr.

Ackman wurde 2022 zu einem der 20 größten Anteilseigner von Netflix
Er kaufte, nachdem die Aktie aufgrund von Bedenken hinsichtlich des Abonnentenstamms schon nachgegeben hatte. Auf der Grundlage des Kurses, der galt, bevor Ackman seinen Anteil am 26. Januar bekannt gab, verlor sein Fonds rund 435 Millionen US-Dollar auf die Position von mehr als 3,1 Millionen Aktien. Seine Beteiligung an dem Unternehmen wäre zum Börsenschluss am Mittwoch etwa 700 Millionen US-Dollar wert gewesen.

Höhenflug von Netflix zu Ende
Die Aktien von Netflix stiegen, als sich die Coronavirus-Pandemie ausbreitete, und erreichten im November ihren Höchststand, wobei sie sich seit Anfang des Jahres 2020 mehr als verdoppelte. Mit dem Kurssturz vom Mittwoch ist die Aktie in diesem Jahr um 62 Prozent  gefallen. Nachdem Ackman nach dem Einbruch Netflix-Aktien gekauft hatte, erklärte er in einem Brief an seine Investoren im Januar, dass es nun eine Gelegenheit zum Erwerb von Netflix-Aktien zu einer attraktiven Bewertung gebe, da die Investoren negativ auf das Abonnentenwachstum des letzten Quartals und die Kurzfrist-Prognose des Managements reagiert hätten. Dabei führte er auch die Pluspunkte wie das  abonnementbasierte  Geschäftsmodell und Netflixens Management-Team an. Die Käufe von Netflix-Aktien durch Pershing seien durch die Auflösung des größten Teil einer Zinsabsicherung finanziert worden, die Erlöse in Höhe von 1,25 Milliarden US-Dollar eingebracht habe, wie Ackman damals
sagte.

Lerneffekt
In seinem Brief an die Aktionäre am Mittwoch hielt Ackman fest, dass sein Fonds im Jahr 2022 insgesamt year-to-date um zwei Prozent gesunken sei. Er habe aus Fehlern der Vergangenheit gelernt und verabschiede sich jetzt rühzeitig von schlechten Wetten. Des Weiteren erläuterte er, er werde den Erlös aus dem Verkauf der Netflix-Beteiligung in andere Opportunitäten umschichten.

Ackman-Verluste
Netflix ist nicht der erste große Verlust für den Milliardär. So gestand Investor Ackman etwa  seine Niederlage nach einem Streit mit Carl Icahn bei einer Short-Position in Herbalife ein und hat einen Verlust von vier Milliarden US-Dollar bei einer fehlgeschlagenen Wette in Zusammenhang mit Valeant Pharmaceuticals International zu beklagen. Er hatte auch Schwierigkeiten, ein Zielobjekt für seine Blankoscheck -Firma Pershing Square Tontine Holdings Ltd., ein SPAC, zu finden, das bei einem Börsengang im Juli 2020 vier Milliarden US-Dollar einnahm. is dato ist kein Merger-Deal abgeschlossen.

Zuletzt zwei sehr gute Jahre
Ackman hat es jedoch geschafft, sein Vermögen zuletzt zu steigern, darunter sind zwei Rekordjahre für die Renditen seines in New York ansässigen Hedgefonds in den Jahren 2019 und 2020 zu vermelden. 

Netflix, das "N" in den sogenannten FAANG-Aktien, die in den letzten Jahren für einen Großteil der Markteuphorie sorgten, ist jetzt der gefallene Engel dieser Gruppe. Das Unternehmen, das die Idee des "Binge-Watching" und Erfolgsserien wie "Squid Game" und "Bridgerton" erfunden hat, sucht nach neuen Möglichkeiten zur Steigerung der Einnahmen.
Netflix erwägt, eine werbefinanzierte Version anzubieten und gleichzeitig gegen Kunden vorzugehen, die ihre Passwörter an Freunde und Familie weiterreichen. Beides sind Anzeichen dafür, dass die Tage des schnellen und einfachen Wachstum gezählt sind. (kb)

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