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Bildet die Earnings Season saisonale Kursmuster aus?

Das deutsch-österreichische Fintech Seasonax untersucht Saisonalität in all ihren Ausprägungen, so auch in Bezug auf die Auswirkungen der Quartalsgewinn-Meldungen auf den Aktienkurs.

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Dimitri Speck, Gründer und Geschäftsführer von seasonax, ist der Chefanalyst des Fintechs. Er sagt zu saisonalen Mustern bei Aktienkursverläufen: "Intel tendiert typischerweise zu scharfen Kursanstiegen im Zeitraum vom 14. April bis zum 2. Mai eines Kalenderjahres. Solche und andere Kursmuster lassen sich bei vielen Aktien aus verschiedenen Sektoren mit Hilfe unserer Seasonax-App oder via Bloomberg- oder Thomson Reuters-Abonnement entdecken."
© interfoto

Ob ein Unternehmen die Gewinnerwartungen der Analysten schlagen kann, gleicht einem Lotteriespiel in den Augen vieler Aktionäre. Doch eine genaue Analyse der Kursbewegungen zeigt, dass es sehr wohl saisonale Trends bezogen auf die Verlautbarung von Unternehmensgewinnen und den Aktienkurs gibt. So etwa berichten Brauereien üblicherweise stärkere Quartalsgewinnzahlen nach der Sommer- als nach der Wintersaison. Dimitri Speck dazu: "Man mag es nicht für möglich halten, aber viele Analysten sind noch immer überrascht, wenn Brauereien nach dem Sommer starke Zahlen berichten." Diese Überraschungen schlagen oft auf die Aktienkurse durch.

Technologieaktien zeigen ebenfalls saisonale Trends
Saisonale Gewinn- und Aktienkursmuster sind kein Privileg von Brauereien, sondern es gibt sie in vielen verschiedenen Industrien. Als Beispiel führt Speck Intel an, deren Kursverlauf saisonale Mustern folgt. Typischerweise setzt Intel im April zu einer Rallye an, wie der folgende Chart, der aus 20 übereinander gelegten, indexierten Jahreskursverläufen besteht. Das Zeitfester mit starken Anstiegen reicht von 14. April bis 2. Mai und ist farblich hervorgehoben.

Quelle: Seasonax

Intel haussiert im April nach Bekanntgabe des Berichts über die Gewinnentwicklung im ersten Quartal, der zwischen Mitte und Ende April publiziert wird. In 14 der untersuchten 20 Jahre gab es diese Kursrallye, die im Schnitt einen Zuwachs von 8,90 Prozent brachte, während in den restlichen sechs Verlust-Jahren durchschnittlich 1,90 Prozent verloren wurden. Nicht nur, dass also wesentlich häufiger in besagtem Zeitfenster Kursgewinne geschrieben wurden, so sind diese im Durchschnitt auch wesentlich höher als die Verluste ausgefallen. Der folgende Chart zeigt die Performance der Intel-Aktie für diesen gut zweiwöchigen Zeitraum aufgeschlüsselt nach Kalenderjahren, beginnend mit 1999. Der größte Gewinn in  einem Jahr - es war 2001 - betrug 21,44 Prozent. 

Quelle: Seasonax

Wer die Seasonax App via www.app.seasonax.com testet, kann solche saionalen Trends seiner Portfolioaktien oder möglicher Portfoliokandidaten aus mehr als 10.000 Aktien selbst herausfinden. (kb)

 

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