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Biden will an der Steuerschraube drehen, Investoren höher besteuern

Anlegern mit höheren Einkommen sollen in den USA höhere Steuern auf Einkünfte aus Kapitalvermögen zahlen. Entsprechende Pläne des neuen US-Präsidenten sorgen für Unsicherheit und könnten Investoren motivieren, zur Vermeidung höherer Steuern bestehende Kursgewinne vorzeitig zu realisieren.

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© hd-design / stock.adobe.com

US-Präsident Joe Biden will den Steuersatz für die Kapitalertragssteuer für Vermögende fast zu verdoppeln. Wie laut Bloomberg und anderen Medien zu hören ist, soll er auf 39,6 Prozent angehoben werden, um bei der Finanzierung einer Reihe von Sozialausgaben zu helfen.

Biden zielt mit Kapitalsteuer-Erhöhung auf die reichsten 0,3 Prozent
Biden dürfte damit auf massiven Widerstand im Kongress stoßen. Betreffen würde der Höchstsatz jene 0,32 der US-Steuerzahler, die mehr als 1 Million Dollar (830.000 Euro) verdienen.

Für diejenigen, die eine Million Dollar oder mehr verdienen, bedeutet der neue Spitzensteuersatz in Verbindung mit einer bestehenden Sonderabgabe auf Kapitalerträge, dass der Bundessteuersatz für wohlhabende Investoren bis zu 43,4 Prozent betragen könnte.

Kapitaleinkünfte zukünftig höher als Arbeitseinkünfte besteuert
Der neue Spitzensteuersatz wäre den Angaben zufolge eine Erhöhung des derzeitigen Basissatzes von 20 Prozent. Eine 3,8-prozentige Steuer auf Kapitalerträge, die Obamacare finanziert, würde den Plänen zufolge beibehalten. Dadurch würde die Steuerbelastung von Erträgen aus Finanzanlagen höher ausfallen als die Sätze auf einige Lohn- und Gehaltseinkommen.

Der Vorschlag würde die seit langem bestehende Praxis des US-Steuerrechts umkehren, die Renditen auf Investments niedriger zu besteuern als Arbeit. Biden hatte im Wahlkampf für die Angleichung der Kapitalertrags- und Einkommenssteuersätze für Wohlhabende geworben und argumentiert, es sei unfair, dass viele von ihnen niedrigere Sätze zahlten als Arbeitnehmer aus der Mittelschicht.

Am Aktienmarkt führte die Nachricht zu den höchsten Verlusten seit mehr als einen Monat. Der S&P 500 Index schloss an der Wall Street 0,9 Prozent niedriger. Die Rendite zehnjähriger US-Treasuries fiel auf 1,54Prozent von einem Tageshoch von 1,59 Prozent vor der Bloomberg-Meldung. (aa)

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