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Bertrand Cliquet von Lazard AM: „Sinnvoll diversifizieren, nicht naiv“

In Zeiten hoher Volatilität sollten Aktien-Anleger auf Qualität setzen, erklärt Bertrand Cliquet, Portfoliomanager des Lazard Global Equity Franchise Fund. Entscheidend sei jedoch, nicht zu viel für die Qualitätstitel zu bezahlen.

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Bertrand Cliquet von Lazard Asset Management
© Lazard AM

Mit zunehmender Volatilität an den Märkten fragen sich viele Investoren, ob die Abbildung der Marktentwicklung im eigenen Portfolio ausreicht, um das investierte Kapital zu schützen und ausreichende Erträge zu erzielen. „Aus unserer Sicht dürfte die Orientierung an Aktien-Benchmarks in den kommenden Jahren nicht allzu attraktiv sein“, erklärt Cliquet.

Weg von klassischen Benchmarks
Der Experte setzt deshalb auf ein konzentriertes, Benchmark-unabhängiges Portfolio, das auf absolute Renditen ausgerichtet ist. „Investoren sollten sich aus unserer Sicht auf Qualitätstitel konzentrieren. Das sind Unternehmen mit besser prognostizierbaren Gewinnen, die in ihrem jeweiligen Markt eine dominierende Stellung einnehmen und zudem in Branchen mit hohen Wechselkosten tätig sind. Solche Qualitätsunternehmen sind deutlich weniger anfällig für Marktvolatilität.“ 

Qualität – aber nur zu angemessenen Preisen 
Bei einem Investment in Qualitätsaktien bestehe jedoch die Gefahr, zu viel für einen Titel zu bezahlen. Für Cliquet und sein Team ist deshalb die Aktienbewertung ein wesentlicher Risikofaktor. „Der Markt war zuletzt sehr selbstgefällig bei der Aktienbewertung. Diversifikation lohnt sich aber nur, wenn Sie attraktive Aktien zum richtigen Preis kaufen“, sagt Cliquet. Sind Qualitätsaktien nicht zu angemessenen Preisen zu haben, sollten Investoren besser auf ein konzentriertes Portfolio setzen. „Ein breit diversifiziertes Portfolio kann paradoxerweise mehr Risiko beinhalten als ein konzentriertes Portfolio. Anleger sollten deshalb sinnvoll diversifizieren, nicht naiv“, so Cliquet.

Konzentrierter Portfolio-Ansatz 
Das Portfolio des Lazard Global Equity Franchise Fund beispielsweise umfasste in den letzten zwei Jahren selten mehr als 25 Titel. „In volatilen Phasen haben wir unsere Positionen in Unternehmen vergrößert, die sich zuletzt unterdurchschnittlich entwickelt hatten, deren Risiko-Rendite-Verhältnis sich jedoch verbessert hatte“, sagt der Portfoliomanager. „Wir sind überzeugt, damit auch auf lange Sicht gut aufgestellt zu sein.“ (kb)

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