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Bernd Meyer, Berenberg: "Die Märkte bleiben nervös"

Der Chefstratege Wealth and Asset Management bei Berenberg geht von volatilen Marktbewegungen in den nächsten Wochen aus und weist darauf hin, dass gute News zuletzt nicht mehr automatisch zu steigenden Aktienkursen führten. Für erfahrene Marktteilnehmer ist das ein Warnsignal.

Bernd Meyer
Prof. Dr. Bernd Meyer, Berenberg
© Berenberg

"Die Märkte bleiben nervös und die Style-Volatilität hoch. Es gibt keine klaren Trends. Das liegt auch daran, dass die Fed und die Märkte erst im Spätsommer besser wissen dürften, wie temporär der jüngst starke Inflationsanstieg wirklich sein wird", schreibt Prof. Dr. Bernd Meyer, Chefstratege Wealth and Asset Management bei Berenberg, im aktuellen "Berenberg Märkte-Monitor".

Gold glänzt wieder
Zu den jüngsten Outperformern gehörten Gold und europäische Aktien. Sie profitierten von deutlichen Zuflüssen. Gold übersprang zudem den 200-Tage-Durchschnitt und wurde von fallenden Realzinsen, einem schwachen US-Dollar sowie der hohen Volatilität bei Krypto-Währungen unterstützt.

Vorteilhaft für europäische Aktien war neben positiven Gewinnrevisionen die verbesserte Anlegerstimmung aufgrund des Impffortschritts und der damit einhergehenden Öffnung der Wirtschaft. Bei internationalen Anlegern dürften zudem die aktuelle GBP- und Euro-Stärke bzw. US-Dollar-Schwäche eine Rolle gespielt haben. Asien ist zuletzt ins Hintertreffen geraten. Chinas Konjunktur schwächelt etwas und Japan impft deutlich langsamer. Asien könnte entsprechend im zweiten Halbjahr Aufholpotenzial besitzen.

Viel Positives ist bereits eingepreist
Die Q1-Berichtsaison neigt sich dem Ende zu. 85 Prozent der S&P500-Unternehmen haben Meyer zufolge positiv überrascht und die Gewinnerwartungen im Median um 16 Prozent übertroffen. "Die Aktienkurse haben jedoch kaum auf positive Überraschungen reagiert, denn der Aktienmarkt hatte die kräftige Erholung der Unternehmensgewinne bereits größtenteils eingepreist", hält Meyer fest.

Über die nächsten Wochen werde Meyer zufolge der Markt wieder einen größeren Fokus auf die Konjunktur- und Inflationsdaten legen. Zu den Highlights gehören nach dem überraschend starken Anstieg der CPI-Zahlen der Preisindex für Konsumausgaben (PCE), das von der Fed bevorzugte Inflationsmaß, der am Freitag für den Monat April veröffentlicht wird. Die Woche drauf am Freitag werden dann die US-Arbeitsmarktdaten für den Monat Mai publiziert. Im Fokus dürfte dabei insbesondere der Zuwachs bei der Beschäftigung außerhalb der Landwirtschaft sowie die Entwicklung bei den US-Löhnen stehen, erklärt Meyer abschließend. (aa)

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