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Berenberg: Wird der Sommer für Investoren zäh?

Der Chefstratege Wealth and Asset Management bei Berenberg ist für Aktienanlagen grundsätzlich optimistisch, erwartet für die nächsten Wochen aber eine durchwachsene Entwicklung, bis mehr Klarheit über die weitere konjunkturelle Lage besteht.

Prof. Dr. Bernd Meyer, Chefstratege Wealth and Asset Management bei Berenberg
Prof. Dr. Bernd Meyer, Berenberg
© Berenberg

Die Ausgangslage für Aktienanleger ist grundsätzlich nicht so schlecht, ist dem aktuellen "Märkte-Monitor" der Berenberg Bank zu entnehmen. Prof. Dr. Bernd Meyer, Chefstratege Wealth and Asset Management bei Berenberg, erinnert in der Publikation daran, dass sich über die letzten Wochen zyklische Anlagen wie Industriemetalle und der DAX überdurchschnittlich gut entwickelten, im Einklang mit einer Reihe an besser als erwarteten Konjunkturdaten.

Quartalszahlen unter der Lupe
Erfreulich für die Aktienmärkte war auch, dass sich die Gewinnschätzungen der Analysten zuletzt stabilisiert haben und die Berichtssaison für das zweite Quartal (Q2) bisher die zugegebenermaßen sehr niedrigen Erwartungen übertroffen hat. Absolut sehen die Q2-Ergebnisse im Vergleich zum Vorjahr jedoch schlecht aus. Für den S&P 500 wird ein Gewinneinbruch von mehr als 40 Prozent erwartet.

Marktteilnehmerpessimismus ist gut für die Optimisten
Die geringe Aktien-Positionierung vieler Marktteilnehmer, die überwiegend pessimistische Anlegerstimmung sowie die weltweit niedrigen Zinsen unterstützen Risikoanlagen mittelfristig weiterhin. "Wir gehen jedoch von einem zähen Sommer aus. Die Corona-Krise in den USA dauert an, der US-Wahlkampf nimmt an Fahrt auf und Ende Juli droht in den USA eine fiskalische Klippe mit dem Auslaufen der erhöhten Arbeitslosenversicherung von 600 US-Dollar pro Woche", hält Meyer fest.
 
Kurzfristiger Ausblick
Die Q2-Berichtssaison hat nun deutlich an Fahrt aufgenommen. Es haben bereits über zehn der „S&P 500“- und „Stoxx 600“-Unternehmen berichtet. Bisher sind die Zahlen im Schnitt besser als erwartet, gerade weil die Analystenschätzungen sehr pessimistisch waren. Bis Mitte August wird dann das Gros der Unternehmen die Q2-Zahlen veröffentlicht haben. Das Bild über die Auswirkungen von Covid-19 auf die Unternehmensausblicke dürfte spätestens dann klarer sein.

Nach der abwartenden Haltung der EZB auf der Sitzung letzte Woche, wird die Fed ihren zukünftigen Kurs auf der monatlichen Sitzung am 29. Juli bekannt geben.

Diese Woche wird vor allem der Donnerstag und Freitag spannend. Am Donnerstag werden in den USA die Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung und am Freitag die vorläufigen Juli-Einkaufsmanagerindizes des verarbeitenden Gewerbes und des Dienstleistungssektors für Deutschland, Frankreich, Großbritannien, die Eurozone und die USA veröffentlicht. (aa)

 

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