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Berenberg: Verbesserte Sektorstruktur stimmt zuversichtlich

Der Chefstratege Wealth and Asset Management bei Berenberg erklärt, warum insbesondere bei europäischen Aktien die Ampeln auf grün stehen.

Bernd Meyer
Prof. Dr. Bernd Meyer, Berenberg
© Berenberg

An den globalen Märkten wurde es in den letzten Tagen etwas holpriger. Wachstumssorgen und Konjunkturenttäuschungen aufgrund der schnellen Ausbreitung der Delta-Variante, falkenhaftere Töne der US-Zentralbank (Tapering-Diskussion) und regulatorische Verschärfungen in China lasteten auf der Anlegerstimmung, rekapituliert Prof. Dr. Bernd Meyer, Chefstratege Wealth and Asset Management bei Berenberg im aktuellen "Berenberg Märkte-Monitor" die jüngsten Marktentwicklungen.

Keine starken Kursrücksetzer seit zehn Monaten
Zudem belastete letzte Woche der monatliche Optionsverfall. Historisch hohe Aktienfondszuflüsse, zunehmende Aktienrückkäufe, Unternehmensübernahmen und eine starke Q2-Berichtssaison stützen jedoch weiterhin und die Anleger scheinen weiter gewillt Rücksetzer zu kaufen. Beim S&P 500 gab es seit Oktober 2020 keinen Rücksetzer von mehr als fünf Prozent. Ähnlich sieht es bei europäischen Aktien aus, die seit Jahresanfang mit ihren US-Pendants mithalten konnten.

"Wir erwarten, dass sie sich weiter gut behaupten können. Die Sektorstruktur europäischer Indizes hat sich strukturell verbessert, der Bewertungsabschlag gegenüber den USA liegt auf einem historischen Höchststand und die Gewinnrevisionen waren zuletzt vor allem in Europa positiv", erklärt Meyer.

Kurzfristiger Ausblick
Diese Woche steht im Zeichen der Zentralbanken. Am 26. August findet das EZB Monetary Policy Accounts Meeting statt und am 26. bis 28. August das Fed Economic Forum in Jackson Hole. Der Markt wird genau beobachten, wie sich Fed-Chef Powell zu einem möglichen Ausstieg aus dem Anleihekaufprogramm äußern wird.

Ob die Wachstumssorgen des Marktes berechtig sind, zeigen der deutschen Ifo-Geschäftsklimaindex (Aug.) und der US-Auftragseingänge für langlebige Güter (Jul.) am Mittwoch. Am Donnerstag folgt der französische Geschäftsklimaindex (Aug.). In der Folgewoche werden die Inflationsdaten (Aug.), Einzelhandelsumsätze (Aug.) und Arbeitsmarktdaten (Aug.) für Deutschland sowie der ISM-Einkaufsmanagerindex (Aug.), Arbeitsmarktdaten (Aug.) und das Verbrauchervertrauen (Aug.) für die USA veröffentlicht. (aa)

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