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Berenberg reduziert Aktienübergewichtung

Kurzfristig könnte die Party am Aktienmarkt etwas an Schwung verlieren, weshalb eine Reduktion der Aktienübergewichtung sinnvoll erscheint, ist einem aktuellen Kommentar von Prof. Dr. Bernd Meyer, Chefstratege Wealth and Asset Management bei Berenberg, zu entnehmen.

Bernd Meyer
Prof. Dr. Bernd Meyer, Berenberg
© Berenberg

Anleger sollten derzeit ein wenig den Fuß vom Gaspedal nehmen, was Aktienrisiken anbelangt. Manche der Investoren haben dies offenbar schon gemacht. So haben nach einem freundlichen Jahresstart die Aktienmärkte Ende Januar konsolidiert. Virus-Mutationen, schärfere Restriktionen und Probleme bei der Impfstoff-Verteilung stellen die Geduld der Märkte auf die Probe, Anleger reduzierten Risiken.

"Auch wir haben das Übergewicht bei Aktien etwas reduziert. Wir rechnen kurzfristig mit einer erhöhten Volatilität – nicht zuletzt, weil die aggressiven Einzeltitelwetten von US-Privatanlegern zu einer Eindeckung von Short-Positionen bei Hedge-Fonds führen, die infolgedessen auch Risiken auf der Long-Seite reduzieren müssen", schreibt Prof. Dr. Bernd Meyer, Chefstratege Wealth and Asset Management bei Berenberg, in der aktuellen Ausgabe des hauseigenen Markt-Monitors. Laut Meyer erhöht dies die Volatilität, was eine weitere Risikoreduzierung von systematischen Strategien auslösen könnte.

Warten auf Momentum-Investoren
Mittelfristig bleibt Meyer aber optimistisch. Negative Realzinsen, lockere Geld- und Fiskalpolitik, hohe Liquiditätsbestände, steigende Gewinne und ihre relative Bewertung sprechen für Aktien. "Zudem dürfte ab Mitte März die Nachfrage von Momentum-Strategien zunehmen, wenn die Preisentwicklung über das letzte Jahr auch für europäische Aktien ins Positive dreht", hält Meyer fest.
 
Kurzfristiger Ausblick
Die Q4-Berichtssaison ist in vollem Gange - mit bisher deutlich mehr positiven als negativen Überraschungen. Gemessen an der Marktkapitalisierung haben laut Berenberg-Angaben bereits rund 15 Prozent der Unternehmen aus dem STOXX Europe 600 und mehr als 45 Prozent aus dem S&P 500 berichtet. In den nächsten zwei Wochen kommen beim STOXX Europe 600 weitere 35 Prozent und beim S&P 500 weitere 30 Prozent hinzu.

Am 4. Februar tagt zudem die Bank of England. Der Markt erwartet vorerst keinen Zinsschritt. In China wird am 12. Februar das neue Jahr gefeiert. Heute werden die Einkaufsmanagerindizes (PMIs) der Industrie der USA sowie einiger europäischer Länder veröffentlicht.

Wichtige Zahlen zur Konjunktur
Am Dienstag werden das Q4-BIP-Wachstum der Eurozone und am Mittwoch der PMI des Dienstleistungsgewerbes für Spanien, Italien, China und die USA publiziert. Der Zustand des gebeutelten Dienstleistungsgewerbes dürfte von starkem Interesse sein. Am Freitag werden die deutschen Auftragseingänge und die US-Arbeitsmarktdaten veröffentlicht. (aa)

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