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Berenberg: Gleichklang aus steigenden Aktien und Anleihen bald zu Ende

Bis auf Gold legten fast alle Anlageklassen über die letzten vier Wochen weiter zu - Brexit-Hoffnungen und Stimulierungsmaßnahmen in China trafen auf ein pessimistisches Sentiment und eine vorsichtige Anlegerpositionierung.

Bernd Meyer, Berenberg
Dr. Bernd Meyer, Chefstratege Wealth and Asset Management bei Berenberg.
© Berenberg

Viele Aktienindizes überschritten ihre 200-Tagelinien, was zu technischen Anschlusskäufen führte. Die Konjunkturdaten in der Eurozone haben zwar im Aggregat über die letzten drei Monate immer noch negativ überrascht, allerdings hat der Grad der Enttäuschungen zuletzt deutlich abgenommen. Sollte sich eine Bodenbildung bei den Konjunkturdaten abzeichnen, dürften Aktien weiter klettern. Auch deswegen weil viele Anleger immer noch abgesichert sind und ein Großteil der Rally dieses Jahr verpasst haben. Bessere Makrodaten dürften jedoch zu steigenden Zinsen führen. Der Gleichklang aus steigenden Aktien und Anleihen dürfte in jedem Fall bald ein Ende finden. Denn sollten die Konjunkturdaten wider Erwarten nämlich noch deutlich länger enttäuschen, dürften Rezessionsängste zurückkehren und Aktien belasten.

Kurzfristiger Ausblick
Den Anlegern wird hinsichtlich der politischen Risiken viel Geduld abverlangt, meint Bernd Meyer: "Im Handelsstreit zwischen den USA und China gibt es zwar Signale für eine Einigung, jedoch dürfte ein Treffen zwischen US-Präsident Trump und seinem chinesischen Amtskollegen Xi Jingping für die Unterzeichnung neuer Verträge nicht vor April erfolgen." 

Auch beim Brexit gebe es kaum Fortschritte, sodass ein zeitlicher Aufschub zur Vermeidung eines harten Brexits immer wahrscheinlicher erscheine. Von den Zinssitzungen der amerikanischen Notenbank und der Bank of England am Mittwoch und am Donnerstag werden keine Änderungen der Geldpolitik erwartet. Spannender seien da am Freitag die Einkaufsmanagerindizes in der Eurozone und die Daten zum US-Immobilienmarkt. In der kommenden Woche dürften insbesondere der Ifo-Index sowie das Q4-BIP-Wachstum und Inflationsdaten in Europa die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. (kb)
 

 

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