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Berenberg: Die einfachen Gewinne bei Aktien sind vorbei

Vor dem Hintergrund trüberer Marktaussichten und eines zunehmenden Pessimismus' glaubt Berenbergs Chefstratege, dass die Früchte an den Märkten zukünftig höher hängen werden.

Bernd Meyer
Prof. Dr. Bernd Meyer, Berenberg
© Berenberg

Die Anlegerstimmung hat sich zuletzt weiter verschlechtert. Nur 28 Prozent der US-Privatanleger erwarten in der wöchentlich stattfindenden AAII-Umfrage, dass der US-Aktienmarkt auf Sicht von sechs Monaten steigen wird. China, die hohen Energiepreise und Tapering-Sorgen belasten. Der S&P 500 hat nach 227 Handelstagen die erste Korrektur um etwas mehr als fünf Prozent gesehen, berichtet Prof. Dr. Bernd Meyer, Chefanlagestratege und Leiter Multi Asset im Wealth and Asset Management bei Berenberg, im aktuellen "Märkte-Monitor" seines Hauses.

"Wir erachten dies als eine gesunde Gegenbewegung nach der starken Rally der letzten Monate, halten aber nach wie vor eine Korrektur von deutlich mehr als zehn Prozent für wenig wahrscheinlich", schreibt Meyer. Noch immer sei viel Geld an der Seitenlinie geparkt, zudem bliebben Aktien alternativlos. Die Positionierungen der Hedge-Fonds und an den Optionsmärkten suggeriere zudem, dass viele Anleger vorsichtig aufgestellt seien.

"Wir denken jedoch, dass die einfachen Gewinne bei Aktien vorbei sind und die kommenden Monate von einer erhöhten Volatilität geprägt sein und nur limitiertes Aufwärtspotenzial bieten dürften. Bewertungsausweitungen dürfte es auf Indexebene kaum noch geben", ergänzt Meyer.

Kurzfristiger Ausblick
In China ist diese Woche Nationalfeiertagswoche (Golden Week). Die Festlandbörsen sind entsprechend geschlossen. Anfang der Woche trifft sich die OPEC+ und am 7. Oktober wird das Sitzungsprotokoll der EZB veröffentlicht. Am 15. Oktober findet das jährliche Meeting des IWF und der Weltbank sowie das Treffen der G20-Finanzminister statt. Letztere dürften die globale Mindeststeuer erneut diskutieren.

Diesen Dienstag werden die (finalen) Einkaufsmanagerindizes (PMIs, Sep.) des Dienstleistungssektors für Europa und die USA (ISM) veröffentlicht. Zudem werden die Industrieproduktionsdaten (Aug.) für Frankreich und einen Tag später die Auftragseingänge (Aug.) für Deutschland publiziert. Die Industrieproduktionsdaten (Aug.) für Deutschland folgen am Donnerstag.

Am Freitag stehen die Arbeitsmarktdaten der USA sowie der Dienstleistungs-PMI (Sep.) für China im Fokus. In der Folgewoche werden der deutsche ZEW-Index, das US-Konsumentenvertrauen, die US-Einzelhandelsumsätze sowie die US-Inflationsdaten veröffentlicht. (aa)

 

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