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Benoit Anne: "Die Sterne stehen für Anleger günstig"

Der Investmentstratege von MFS Investment Management zeichnet ein aktuelles Bild der Märkte und ist angesichts eines sehr vorteilhaften Bloomberg US Financial Conditions Index und guter Unternehmensergebnisse optimistisch für Risikoanlagen gestimmt.

Benoit Anne, MFS Investment Management: "Der US-Aktienmarkt befindet sich nahe seines Allzeithochs, die Risikoaufschläge für Unternehmensanleihen liegen nahe ihren historischen Tiefstständen, der Dollar gibt nach, und die Erwartungen hinsichtlich einer Zinserhöhung durch die Fed werden zurückgeschraubt."
Benoit Anne, MFS Investment Management: "Der US-Aktienmarkt befindet sich nahe seines Allzeithochs, die Risikoaufschläge für Unternehmensanleihen liegen nahe ihren historischen Tiefstständen, der Dollar gibt nach, und die Erwartungen hinsichtlich einer Zinserhöhung durch die Fed werden zurückgeschraubt."© MFS Investment Management

Eckpunkte:

  • Laut MFS IM trüben hohe Renditen auf langlaufende US-Anleihen nicht das Gesamtbild
  • Gesamthaft stehen die Börsenampeln weiterhin auf grün

Die Finanzierungsbedingungen sind weiterhin günstig, insbesondere in den USA. Laut dem Bloomberg US Financial Conditions Index war das finanzielle Umfeld zuletzt im Jahr 1993 so stark und unterstützend wie heute „Die Sterne stehen für Anleger also günstig“, schreibt Benoit Anne, Anlageexperte bei MFS Investment Management, in einem aktuellen Marktkommentar.

Der US-Aktienmarkt befindet sich nahe seines Allzeithochs, die Risikoaufschläge für Unternehmensanleihen liegen nahe ihren historischen Tiefstständen, der Dollar gibt nach, und die Erwartungen hinsichtlich einer Zinserhöhung durch die Fed werden zurückgeschraubt.

Die Folge ist laut Benoit Anne: Während sich die Bilanz der Fed wieder ausweitet, fallen die Zinsen für kurzfristige Anleihen. Der einzige Wermutstropfen seien die erhöhten Renditen für langlaufende US-Staatsanleihen. Dies trübe aber nicht das Gesamtbild. Selbst die Fed sieht das so. Denn ihr eigener Index zeigt, dass die Finanzierungsbedingungen die Wirtschaft beflügeln.

US Corporate Credit zu hoch bewertet?
Einige Marktteilnehmer argumentieren zwar, dass US-Unternehmensanleihen zu teuer geworden sind, insbesondere angesichts der aktuell niedrigen Spread-Niveaus. Dies scheint aber laut Benoit Anne durch das besonders robuste Marktumfeld gerechtfertigt zu sein. Zwar haben noch nicht alle Unternehmen ihre Quartalszahlen für das zweite Quartal vorgelegt, doch deuten die vorläufigen Daten von Morgan Stanley darauf hin, dass die Fundamentaldaten von US-Unternehmensanleihen weiterhin beeindrucken.

Im zweiten Quartal ist Benoit Anne zufolge die Nettoverschuldung der Emittenten in den USA mit Investment-Grade-Rating leicht gesunken und das Gewinnwachstum und die Gewinnmargen sind gestiegen. Darüber hinaus hat sich auch die Cash-Position im Verhältnis zur Verschuldung verbessert.

"Aus unserer Sicht ist das aktuelle Marktumfeld also weiterhin günstig für ein Engagement in ausgewählte risikoreiche Anlagen. Trotzdem gilt nach wie vor: Die Titelauswahl ist entscheidend", erklärt Benoit Anne abschließend. (aa)

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