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Bei sicheren Anleihen wird sich bald der Wind drehen, Verluste drohen

Noch helfen den Anleihemärkten die niedrigen Inflationsraten, sagt Bantleon-Chefvolkswirt Daniel Hartmann. Das dürfte aber nicht von Dauer sein.

Bantleon-Chefvolkswirt Daniel Hartmann
Bantleon-Chefvolkswirt Daniel Hartmann
© Bantleon

Die niedrige Inflation kam Renteninvestoren viele Jahre lang entgegen. Nun aber könnte der Wind an den Anleihemärkten bald drehen. "Wir gehen davon aus, dass der Trend bei der Teuerung im zweiten Halbjahr ebenfalls nach oben gerichtet ist", sagt Daniel Hartmann, Chefvolkswirt beim Fondsanbieter Bantleon. Als Konsequenz sollten auch die Renditen deutscher Bundesanleihen anziehen. Die vermeintlich sicheren Häfen würden dann zunehmend unter Druck geraten.

Für Aktien ist der Ökonom hingegen positiver gestimmt. "Sie erhalten von konjunktureller Seite Rückenwind", sagt Hartmann. Zwar scheint die Wirtschaft in der Eurozone noch immer in Lethargie gefangen, der Ökonom geht aber davon aus, dass es für die Konjunktur in der Eurozone schon bald wieder bergauf gehen wird. Dafür spricht aus seiner Sicht, dass sich die Lage der chinesischen Wirtschaft weiter stabilisiert, wovon vor allem die deutsche Industrie profitiert.

Binnennachfrage bleibt Trumpf
Gleichzeitig ebbt laut Hartmann der psychologische Gegenwind ab, der den Unternehmen in den vergangenen Monaten Kopfzerbrechen bereitete: "Sowohl beim Handelsstreit zwischen den USA und China als auch beim Brexit gab es zuletzt mehr positive als negative Botschaften", sagt Hartmann. Eine Trumpfkarte bleibt außerdem die Binnennachfrage der Eurozone. Sie wird derzeit von mehreren Seiten gestützt, unter anderem von den Mitgliedstaaten, die mehrheitlich an ihrer expansiven Fiskalpolitik festhalten. (fp)

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