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Befindet sich der Aktienzyklus erst im Stadium der Skepsis?

Es gibt überzeugende Argumente, dass sich der laufende Aktienzyklus noch nicht in der Euphorie-Phase befindet, sondern noch in einem früheren Stadium. Die Hausse hat noch einen weiten Weg vor sich, meinen die Vermögensverwalter von swisspartners.

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Sir John Templeton (1912 bis 2008)
© Templeton World Charity Foundation

Eine Börsenweisheit von Sir John Templeton besagt: "Die Bullenmärkte werden durch Pessimismus geboren, wachsen durch Skepsis, reifen durch Optimismus heran und sterben durch Euphorie. Die beste Kaufzeit liegt in der Periode des maximalen Pessimismus. Beste Verkaufszeit ist die Periode des maximalen Optimismus."

Alternative Erklärungen für die gedrückte Volatilität

Angesichts der relativ geringen Volatilität der US-Aktienmärkte, gemessen am VIX-Index, sind viele Beobachter besorgt, dass wir uns dem Ende der zyklischen (rund 7 bis 8 Jahre dauernden) Aktienhausse nähern. Eine alternative Erklärung für die gedrückte Volatilität an den Märkten könnte aber sein, dass das Aufkommen passiver indexorientierter Anlagen, computergesteuerte Strategien, Interventionen der Zentralbanken (QE) und alternative Strategien wie der Verkauf von Volatilitäten zur momentanen Dämpfung der Volatilität in den Aktienindizes beigetragen haben.

Idiosynkratische Volatilität bei Blue Chips durchaus in Einzelfällen hoch

Interessanterweise ist die Volatilität auf der Ebene der einzelnen Aktien relativ hoch geblieben, wobei tägliche Bewegungen um zen Prozent und mehr in Blue Chips keine Seltenheit sind. Dies ist vielleicht wiederum zum Teil auf das Aufkommen von passiven Anlagen sowie den Rückgang der Anzahl aktiver Anleger bzw. Stockpickers zurückzuführen, meint man bei swsspartners. 

Stock-Picker können jubilieren

Für diejenigen, die bereit sind, gegen den Strom zu schwimmen, kann dies durchaus interessante Gelegenheiten bieten. Trotz einiger kurzfristiger Eintrübungen am Horizont erwarten wir, dass Risikoanlagen ihren Aufwärtstrend fortsetzen werden, unterstützt durch ein stärkeres globales Wirtschaftswachstum, steigende Unternehmensgewinne, niedrige Zinsen und eine weiterhin lockere Geldpolitik der Zentralbanken.

Euphorie sieht anders aus

Es gibt also überzeugende Argumente, dass wir uns noch nicht in der Euphorie-Phase dieser Aktienhausse befinden, sondern im Stadium der Skepsis, so die Experten weiter. Man sei also erst auf halber Strecke und habe noch einen weiten Weg vor sich. In diesem Umfeld dürften Anleihen eine etwas langweilige Anlageklasse darstellen. (kb)

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