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BayernInvest: Bringen Nachranganleihen bei steigenden Renditen Geld?

Lässt sich im aktuell schwierigen Rentenumfeld unter der Annahme weiterer Zinssteigerungen überhaupt noch Geld verdienen? Ja, meint die BayernInvest - am besten mit aktiv gemanagten Financial Nachranganleihen.

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© michael spring / stock.adobe.com

Institutionelle Investoren, die im Bereich Fixed Income nach auskömmlichen Renditen suchen, sollten sich das Segment der Nachranganleihen aus dem Finanzsektor ansehen, meint die BayernInvest in einer Aussendung. Sie verweist darauf, dass der iBoxx Financial Subordinated Index es seit Jahresbeginn bislang auf +1,46 Prozent bringt, der BayernInvest ESG Subordinated Bond Fonds sogar auf +3,1 Prozent.

Renditen iBoxx Renten-Indizes

Der Renditevergleich YTD zeigt, dass mit CoCo-Bonds und AT1-Bonds am meisten Geld zu verdienen war.    Quellen: BayernInvest, Bloomerg;

AT1-Bonds bieten derzeit viele Vorteile
Speziell bei AT1-Anleihen sei die Korrelation zu Rates-Bewegungen aufgrund der generell kürzeren Duration bis zum Kündigungszeitpunkt bei den aktuell ausstehenden Emissionen (ca. € 180 Mrd. Gesamtvolumen) sowie aufgrund des hohen Kreditspreadanteils am Gesamtspread eher gering, weist die BayernInvest hin.

In Hinblick auf die fundamentale Entwicklung spricht 2021/22 laut BayernInvest vieles für Banken: Kernkapitalquoten sind im europäischen Durchschnitt mit 16,3 Prozent so hoch wie nie und liegen deutlich und beruhigend über den von der EZB gestellten Mindestanforderungen.

Die Asset-Qualität zeigt sich resilient und entwickelt sich selbst in der Pandemie deutlich besser als erwartet. Zwar werden NPLs (Non-Performing-Loan Quoten) leicht ansteigen, sie sind nach Einschätzung der BayernInvest jedoch aufgrund des niedrigen Ausgangsniveaus gut beherrschbar.

Die Liquidität im Bankensektor ist überbordend, die Langfrist Tender TLTRO unterstützen zudem noch die Profitabilität. Der Return on Equity bleibt zwar mit sektoral ca. fünf bis zehn Prozent eher bescheiden, das Reflationsszenario bietet jedoch auch hier positives Upside-Potential, da die Banken von höheren Zinsen profitieren werden.

Auch unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit sind nach Einschätzung der BayernInvest Banken (und Versicherungen) interessant. Das Gros der Emittenten weist ein sehr gutes ESG-Rating auf, mit etwas (Allokations-)Geschick lässt sich mit einem Financial Portfolio sogar die Höchstnote darstellen.

Und wer einfach nur auf Rendite und Spread schielt, kommt in der aktuellen Phase der Spread-Kompression an den Sektoren Tier2 und AT1 nicht vorbei. Vor allem bei AT1-Anleihen sehen die Experten der BayernInvest in das kommende Jahr hinein noch Einengungspotential, bis die Tiefstände aus dem Jahr 2018 erreicht sind, wobei die Risiken unter den genannten fundamentalen Aspekten gut kalkulierbar sind.

"Wir empfehlen ein gut diversifiziertes Portfolio aus Tier 2 und Tier 1 Bank- und Versicherungsnachranganleihen mit verkürzter Duration, wie es beispielsweise unser BI ESG Subordinated Bond Fonds darstellt", spricht die BayernInvest abschließend eine Empfehlung aus. (aa)

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