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Bantleon: US-Ökonomie kommt besser durch die Krise als befürchtet

Die Arbeitslosenzahlen in den USA sind erschreckend hoch, die Wirtschaft ist stark von der Pandemie getroffen. Dennoch beobachtet die Vermögensverwaltung Bantleon eine beeindruckende Erholung.

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© natanaelginting / stock.adobe.com

Die Coronakrise hat die Weltwirtschaft ordentlich durcheinander gewirbelt, nicht zuletzt die US-amerikanische. In Anbetracht des massiven Einbruchs im zweiten Quartal ist die sich nun abzeichnende Erholung von "Corporate America" umso beeindruckender. "Das zeigen an erster Stelle die Einzelhandelsumsätze, die trotz rekordhoher Arbeitslosigkeit das Vorkrisenniveau bereits im Juli wieder überschritten haben. Ganz ähnlich präsentiert sich die Lage bei den Verkäufen bestehender Einfamilienhäuser", sagt Andreas Busch, Volkswirt bei der Vermögensverwaltung Bantleon.
 
Dafür hätten die umfangreichen staatlichen Hilfen, wie die finanzielle Unterstützung für private Haushalte und nicht zuletzt durch die Zinssenkungen der Notenbank gesorgt. "Die erfreulichen Daten vom privaten Konsum und aus der Bauwirtschaft sind gleich in mehrfacher Hinsicht bemerkenswert", sagt Busch. "Sie zeigen zum einen, dass es hier zu einer echten V-förmigen Erholung gekommen ist, die kräftiger ausgefallen ist, als es sich die meisten Beobachter noch vor Kurzem vorstellen konnten." Zum anderen ließen sie erkennen, dass die im Juli gestiegenen Neuinfektionszahlen und die daraufhin ergriffenen Maßnahmen zur Eindämmung des Virus die wirtschaftliche Belebung nur wenig gebremst hätten.
 
Arbeitslosenzahlen bleiben hoch
"Alles in allem hat sich in den vergangenen Wochen abgezeichnet, dass die US-Wirtschaft die Pandemie besser meistern kann als von vielen gedacht", sagt Busch. Trotzdem mahnt die US-amerikanische Notenbank Federal Reserve (Fed) zur Vorsicht: Bereits Ende Juli hatte Fed-Chef Jerome Powell auf eine nachlassende Aufschwungsdynamik hingewiesen. Und in einem aktuellen Protokoll der Fed heißt es, dass der aktuelle Ausblick mit erheblichen Risiken behaftet sei. "Entscheidend wird natürlich sein, dass die staatliche Unterstützung nicht nachlässt. Die skeptischen Äußerungen der Fed dürften nicht zuletzt darin motiviert gewesen sein, der Politik hier Beine zu machen", sagt Busch. (fp)

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