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Bantleon: Über die Vorteile der mittlerweile hohen Renditen

Senior Portfoliomanager Marcio Costa von Bantleon glaubt, dass die hohen Renditen bei Staatsanleihen zukünftige Gesamtverluste zumindest stark dämpfen und damit für institutionelle Investoren wieder interessant sind.

Marcio Costa, Bantleon
Marcio Costa, Bantleon© Thomas Wieland / Bantleon

Eckpunkte:

  • Die relativ hohen laufenden Renditen vieler Bonds bieten trotz allen Gegenwindes mittlerweile einen Puffer gegen weitere Zinsanstiege
  • Damit sind Anleihen wieder interessant

Staatsanleihen haben seit dem Ausbruch des Nahostkonflikts und dem Anstieg der Energiepreise mit anziehenden Renditen zu kämpfen. "Die höheren Inflationserwartungen ließen die Breakeven-Renditen für inflationsindexierte EUR-Staatsanleihen (Linker) mit Fälligkeit im Jahr 2030 zwischenzeitlich um 0,8-Prozentpunkte bis auf 2,4 Prozent steigen", berichtet Marcio Costa, Senior Portfoliomanager bei Bantleon, in einer aktuellen Marktanalyse.

In dieser Phase entwickelten sich Linker deutlich positiv, während nominelle Staatsanleihen Kursverluste erlitten. In Summe stiegen die Renditen zehnjähriger deutscher Bundesanleihen von 2,65 Prozent Ende Februar auf zuletzt ca. 3,20 Prozent.

"Damit gingen zwar Kursverluste einher, gleichzeitig bietet der höhere Coupon nun aber auch einen gewissen Schutz gegen weitere Renditeanstiege", merkt Costa an.

Dieser Schutz werde bereits jetzt deutlich: Trotz des Renditeanstiegs um 0,55 Prozentpunkte im laufenden Jahr konnten 1- bis 10-jährige europäische Staatsanleihen – gemessen am ICE BofA 1-10 Year Euro Government Index – ein leicht positives Ergebnis erzielen.

"Künftige Renditeanstiege in ähnlicher Größenordnung wie zu Jahresbeginn würden zwar die Kurse belasten, aber wegen der hohen laufenden Rendite und des Roll-Down-Effekts über einen Zeitraum von sechs bis zwölf Monaten nicht mehr zu einer negativen Wertentwicklung führen", prognostiziert Costa. (aa)

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