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Banken kappen die Einlagensicherung nach Greensill-Debakel

Das teure Debakel um die Greensill Bank hat nun drastische Konsequenzen für die Einlagensicherung der deutschen Banken. Die Institution deckelt die Absicherung sowohl für Kleinsparer als auch für Unternehmen in Zukunft deutlich früher, nachdem die Greensillpleite im Frühjahr ihre Kassen geleert hat.

Christian Sewing, Deutsche Bank
Christian Sewing, im Nebenberuf BdB-Präsident
© Alex Kraus l Bloomberg

Für private Sparer wird erstmals ab 2023 eine fixe Obergrenze für Entschädigungen eingeführt, die bis 2030 schrittweise auf eine Million Euro sinkt, teilte der Bundesverband deutscher Banken (BdB) kürzlich mit. Bei Unternehmen sinkt diese Höchstgrenze bis 2030 auf zehn  Millionen Euro, außerdem werden Einlagen mit einer Laufzeit von über zwölf Monaten in Zukunft gar nicht mehr einbezogen. Auch Einlagen, die über ausländische Niederlassungen eingeworben werden, fallen aus dem Schema hinaus.

Einschnitt
“Der Fall Greensill markiert hier eine Zäsur”, erklärte BdB-Präsident Christian Sewing, im Hauptberuf Vorstandsvorsitzender der größten Mitgliedsbank Deutsche Bank. “Mit der tiefgreifenden Reform ziehen wir die Konsequenz aus den Erfahrungen der Schadensfälle in der jüngeren Vergangenheit.”

Die Bremer Greensill Bank wurde im März von der deutschen Bankenaufsicht im Zuge des Zusammenbruchs des weltweiten Greensill-Konzerns geschlossen. Dies zwang die beiden Einlagensicherungen des BdB - deren Pflicht-Sparte nur das gesetzliche Minimum abdeckt und von den Änderungen nicht betroffen ist - zur Auszahlung von rund 3,5 Milliarden Euro. Die daraus folgenden Beitragserhöhungen führten zu Mehrkosten von Hunderten von Millionen Euro bei Deutsche Bank, Commerzbank und anderen. (kb)

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