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Bank für Kirche und Caritas: Ist diese Krone die bessere DM-Mark?

Ein Nachbarland von Deutschland hat noch eine der letzten verbliebenen Zentralbanken, die eine stabilitätsorientiere Geldpolitik verfolgt und die ihren Investoren nennenswerte Zinsen bieten kann. Jüngst wurde der Leitzins erhöht, die Währung wertete in Folge auf.

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© Gina Sanders / stock.adobe.com

Institutionelle Investoren, die Währungsrisiken nicht scheuen, sollten einen Blick nach Osten in Richtung Tschechien richten. Denn für die meisten Marktbeobachter eher überraschend hat die Tschechische Nationalbank (CNB) in dieser Woche den Leitzins um 25 Basispunkte von 2,00 auf 2,25 Prozent angehoben. „Der Zinsschritt zeigt erneut, dass die tschechische Notenbank eine von global nur noch wenigen verbliebenen Zentralbanken ist, die eine stabilitätsorientierte Geldpolitik verfolgen. Ihre Zinspolitik steht in direkter geldpolitischer Tradition der Bundesbank“, erklärt Bernhard Matthes, Bereichsleiter Portfoliomanagement, Bank für Kirche und Caritas, zur Anhebung der Zinsen durch die Tschechische Nationalbank

Höhere Inflation, höhere Zinsen
Die tschechischen Währungshüter reagierten mit dem Zinsentscheid auf eine zuletzt höhere Inflation, die bei über drei Prozent und damit außerhalb des Toleranzbandes lag. Getrieben wird die inländische Teuerung vor allem durch den engen Arbeitsmarkt, Tschechien wies zuletzt die niedrigste Arbeitslosenquote aller EU-Länder aus.

Die Tschechische Krone konnte in Folge des überraschenden Zinsschritts deutlich aufwerten und notiert gegenüber dem Euro nun auf dem stärksten Niveau seit 2012.

Schon seit langem sei laut Matthes die BKC in tschechischen Staatsanleihen investiert und übergewichtet. Sie sind unter anderem wichtiger Bestandteil des nachhaltigen BKC Emerging Markets Renten-Fonds. „Erst vor kurzem haben wir unser bestehendes Exposure ausgebaut, da das Land eine Reihe exzellenter Struktur- und Wirtschaftsdaten aufweist. Neben solider Haushaltsführung und stabilitätsorientierter Geldpolitik hat sich auch die Leistungsbilanz in den vergangenen Jahren kontinuierlich verbessert. Das osteuropäische Land glänzt zudem mit robusten Wachstumsraten und sehr guten institutionellen Rahmenbedingungen“, sagt Matthes abschließend. (aa)

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