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Baillie Gifford auf der Jagd nach Potenzialen, die niemand sieht

Globale Aktienportfolios setzen sich oftmals primär aus den allseits bekannten "Global Champions" zusammen. Dies geschieht unter Umständen zwar aus gutem Grund, es kann sich jedoch lohnen, ein besonderes Augenmerk auf weniger bekannte Unternehmen zu werfen.

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© gustavofrazao / Fotolia

Hier sind möglicherweise noch verborgene Schätze zu heben, in denen reichlich Potenzial schlummert. Dazu braucht es jedoch neben einer ausgezeichneten Expertise vor Ort vor allem den Mut, andere Entscheidungen als die Mehrheit zu treffen – und viel Ausdauer.

Perlen wollen aufgespürt sein
„Wir suchen nach Unternehmen, die von den meisten Investoren nicht berücksichtigt werden“, sagt Mike Gush, Investmentmanager bei der schottischen Investmentgesellschaft Baillie Gifford. „Diese oftmals unter dem Radar fliegenden Unternehmen - local heroes - können unserer Ansicht nach den Unterschied im Portfolio ausmachen. Es sind tendenziell kleinere Unternehmen, die häufig nur in einem Land tätig sind und noch in einer frühen Entwicklungsphase stehen. Es kann sich hierbei aber auch um Unternehmen handeln, die – aus welchem Grund auch immer – bisher schlichtweg nicht die Aufmerksamkeit der Investoren auf sich gezogen haben."

Global-Stewardship-Ansatz präferiert
Investmentgesellschaften sollten nach Ansicht von Baillie Gifford, sofern sie die Möglichkeit dazu haben, einen sogenannten Global-Stewardship-Ansatz verfolgen. Dies ermöglicht ihnen die übergeordnete Strategie, anhand der ungefilterten Meinung durch Regionalteams Qualität und Wachstumspotenzial von lokalen Helden aufzuspüren und in ein diversifiziertes Portfolio einfließen zu lassen. Die Fähigkeit, unentdeckte und spannende Anlagemöglichkeiten zu identifizieren, ist aus Sicht von Mike Gush heute unabdingbar: "Dabei spielt es aus unserer Sicht keine Rolle, ob lokaler Held oder globaler Champion. Es sollte unser aller Anspruch sein, Investitionsmöglichkeiten ausfindig zu machen, die andere möglicherweise verpassen. Wenn wir eine vielversprechende Option identifizieren und uns die etwaigen Parameter überzeugen, fassen wir unseren Mut und nehmen diese wahr – egal, ob andere diese Ansicht teilen oder nicht."

Geschäftsverlauf im Fokus
Diese Herangehensweise befähigt im Grunde Investmentmanager, Geld auf eine Art und Weise zu verwalten, wie es unserer Ansicht nach in der Branche derzeit nur noch selten vorkommt. Gush führt aus: "Wir vertreten die Philosophie, sich fokussiert und konsequent auf den grundlegenden Geschäftsverlauf von Unternehmen zu konzentrieren, die das Potential aufweisen, einzigartig zu sein und die perspektivisch gesehen herausragende Ergebnisse liefern können. Diese Chancen versuchen wir durch unser Engagement als Kapitalgeber zu verwirklichen und dadurch langfristiges Wachstum zu generieren. Dabei bedarf es selbstverständlich oftmals auch viel Ausdauer. Denn Konjunkturzyklen erstrecken sich regelmäßig über längere Zeiträume, und Investitionsentscheidungen von heute rentieren sich teilweise erst in Jahren, wenn nicht gar Jahrzehnten.“ (kb)

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Über Baillie Gifford:
Baillie Gifford wurde 1908 in Edinburgh gegründet. Das Unternehmen ist seit Gründung eine hundertprozentige unabhängige private Partnerschaft. Baillie Gifford verfolgt einen konsequenten langfristigen Bottom-Up-Investitionsansatz mit einer auf Wachstum ausgelegten Anlagephilosophie. Das Unternehmen verwaltet heute mit seinen 1.155 Mitarbeitern, darunter 43 aktive Partner, rund 224 Milliarden Euro für Investoren weltweit. 

 

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