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Axel Botte über "Falken" und eine "brutale Verflachung" der Zinskurve

Nicht nur in den USA, sondern auch in der Eurozone scheinen die geldpolitischen Falken an Einfluss zu gewinnen. In Kombination mit mauen Konjunkturaussichten lässt dies die Zinskurve flacher werden.

Axel Botte, Ostrum Asset Management
Axel Botte, Ostrum Asset Management
© Ostrum AM

Die Botschaften der Zentralbanker verstärken allmählich den Aufwärtsdruck auf die Anleiherenditen. Eine Anhebung der Leitzinsen um 50 Basispunkte auf der FOMC-Sitzung am 4. Mai dieses Jahres scheint eine Selbstverständlichkeit zu sein, und der Geldmarkt rechnet mit drei Anhebungen in derselben Größenordnung zwischen Juni und September. Axel Botte, Marktstratege beim französischen Investmenthaus Ostrum Asset Management, beobachtet nun auch bei der EZB eine „Offensive der Falken“.

Zinswende in der Eurozone?
Mehrere Mitglieder der EZB distanzieren sich von der Vorsicht, die EZB-Präsidentin Christine Lagarde an den Tag gelegt hat, und betonen den Vorrang des Preisstabilitätsmandats vor der Konjunktur. Eine erste Zinserhöhung im Juli wird in Aussicht gestellt; das Signal könnte im Juni mit der Aktualisierung der Inflationsprognosen für 2022-2024 kommen, prognostiziert Botte.

"Allerdings ist die Widerstandsfähigkeit der Konjunkturumfragen in der Eurozone (zusammengesetzter PMI von 55,8 im April) angesichts des Ausmaßes des Energieschocks, der anhaltenden Angebotsbeschränkungen und des Vertrauensverlusts der Haushalte fragwürdig", räumt Botte ein.

"Brutale" Verflachung
Trotzdem fokussieren sich die Anleger auf das Risiko einer Zinserhöhung im Juli. Die Verflachung der Zinskurve sei Botte zufolge "brutal", und die Aussichten auf eine Konjunkturabschwächung könnten die Outperformance der langfristiger realen Anleiherenditen in den kommenden Monaten verstärken. Der Spread zwischen Bundesanleihen und der T-Note scheint laut Botte bei etwa 200 Basispunkten gedeckelt zu sein.

Analyse der Flows
Ostrum Asset Management zufolge haben bei Unternehmensanleihen sowohl Fonds als auch ETFs seit Jahresbeginn Abflüsse in Höhe von fast 13,5 Milliarden Euro verzeichnet. Es besteht jedoch eine Nachfrage der Anleger nach Fonds mit Laufzeiten von ein bis drei Jahren, weniger jedoch für EZB-fähige Unternehmensanleihen. Auf den Dollar-Kreditmärkten blieben die Mittelzuflüsse im Jahr 2022 hingegen positiv (+5,8 Mrd. USD). Dies reicht jedoch nicht aus, um die Spreads gegenüber Europa zu verringern, da der US-Primärmarkt im April weiterhin sehr aktiv war (53 Mrd. USD im April). (aa)

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