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Axel Botte: Sind Aktien noch kaufenswert?

Für den Investmentstrategen des französischen Investmenthauses Ostrum Asset Management sind Aktien nur mehr bedingt kaufenswert. Für Aktien spricht zwar eine mögliche "dovishere" Geldpolitik der Fed, diese sieht jedoch bereits Gefahren in einem ganz anderen Marktsegment. Vorsicht ist daher geboten.

Axel Botte, Ostrum Asset Management
Axel Botte, Ostrum Asset Management
© Ostrum AM

Aktien könnten vor einigen schwierigen Monaten stehen. Mit Blick auf den S&P 500 weist Axel Botte, Investmentstratege beim französischen Investmenthaus Ostrum Asset Management, in der aktuellen Ausgabe des hauseigenen „Strategy Weekly“ darauf hin, dass der Index seit seinem Jahreshöchststand Anfang Mai mit Rücksetzern zu kämpfen hat.

Anleger ziehen Gelder aus Aktienfonds ab
Investoren hätten im Verlauf des Jahres bereits 70 Milliarden US-Dollar abgezogen. Gestützt werde der Markt gegenwärtig vor allem durch Rückkaufprogramme der Unternehmen.

„Diese beliefen sich allein im ersten Quartal auf rund 200 Milliarden US-Dollar“, so Botte. Vor allem US-Unternehmen, die einen Großteil ihrer Einnahmen an ausländischen Märkten generieren, würden durch die ungelösten Handelsstreitigkeiten belastet. „Der unerwartete Rückgang beim Einkaufsmanagerindex des produzierenden Gewerbes im Mai zeigt die Anfälligkeit entsprechender Unternehmen gegenüber Handelsrestriktionen“, warnt Botte.

Die wahre Gefahr lauert woanders
Dass die Performance der US-Aktien nicht stärker leidet, führt Botte auf die Erwartungen weiterer Zinsschritte durch die Fed zurück. Auf Sicht der kommenden zwölf Monate rechne der Markt mit zwei Zinssenkungen von jeweils 25 Basispunkten. Botte: „Und es ist wahrscheinlich, dass die Fed noch mehr tun wird, wenn die Märkte schwächer werden.“

Dabei werde wohl die niedrige Inflation als Vorwand dienen, aber die wahre Gefahr liege laut Botte jedoch im Liquiditätsbedürfnis von Kreditgebern aus dem Nichtbankenbereich am US-Kreditmarkt. (aa)

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