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AXA IM liefert Szenario-Analyse zum größten Markt der Welt

Der Anlagechef von AXA Investment Managers Core Investments legt dar, welche Entwicklungen in den Vereinigten Staaten von Amerika derzeit zu beobachten sind und wie sich diese auf die weitere Konjunkturentwicklung und damit auf auf Finanzmärkte auswirken könnten.

Chris Iggo, CIO AXA Investment Managers Core Investments
Chris Iggo, CIO AXA Investment Managers Core Investments
© AXA Investment Managers

Neben dem Brexit-Freihandelsabkommen, der sich anbahnenden Machtübernahme der Demokraten in den USA sieht Chris Iggo, CIO AXA Investment Managers Core Investments, die Anzahl der verabreichten Impfstoffe als eine der wichtigsten Meßgrößen für die Märkte. Er liefert eine Szenarioanalyse für die größte Weltwirtschaft, die Vereinigten Staaten.

Goldene Zwanzigerjahre?
„Auf goldene Zwanzigerjahre gibt es eine Dreierwette, die nun zu zwei Dritteln erfüllt ist", erklärt Iggo: Zum einen sei der Brexit vollzogen, zum anderen sei Trump so gut wie Geschichte. Um die Wette zu erfüllen, brauche es jetzt Fortschritte im Kampf gegen die Pandemie.

Die Anzahl der verabreichten Impfstoffe in den verschiedenen Ländern wird damit mittelfristig zu einer der wichtigsten Messgrößen für die Märkte. Ein starker Rückgang der Neuerkrankungen, Krankenhausaufenthalte und Todesfälle dürfte eine Ausweitung der sozialen Mobilität sowie eine weitreichende Wiederöffnung von Wirtschaftssektoren zur Folge haben. "Damit dürfte ein enormer Nachholbedarf bei Verbraucherausgaben und Investitionen einhergehen, der in der zweiten Jahreshälfte zu einem Aufschwung beitragen und die Gewinndynamik der Unternehmen deutlich stützen dürfte", prognostiziert der AXA-IM-Mann.

Amerikaner sparen wieder
Hierfür spricht laut Iggo insgesamt eine robustere Ausgangslage als nach der Finanzkrise. Einen bedeutenden Beitrag können heute die Privathaushalte leisten. Mit der Pandemie nahm der Konsum deutlich ab, bei einer gleichzeitig stark anziehenden Sparquote. Dies ist ein Novum für die USA, deren Konsumausgaben meist bei mehr als 80 Prozent des BIP lagen. Zwischen 2009 und 2019 lag die US-amerikanische Sparquote im Durchschnitt bei rund sieben Prozent. Im zweiten Quartal des vergangenen Jahres lag sie dann bei 25 Prozent, im dritten Quartal bei 15 Prozent und im vierten Quartal wahrscheinlich immer noch bei 12 bis 13 Prozent des verfügbaren Haushaltseinkommens.

Steigendes Nettovermögen
Zudem stieg das Nettovermögen an. Nach 2008 verzeichnete das Nettovermögen (Q2 2007 - Q1 2009) einen Rückgang um 15 Prozent. Zwischen dem dritten Quartal 2019 und dem dritten Quartal 2020 war ein Anstieg um mehr als sieben Prozent zu beobachten.

Erfreuliche Ausgangslage
Für die US-Gesamtwirtschaft bildee dies eine erfreuliche Ausgangslage. "Vieles spricht somit dafür, beispielsweise Aktien von Fluggesellschaften oder Hotelkonzernen wieder in Betracht zu ziehen. Die Aktivierung von Ersparnissen dürfte zur Ankurbelung der Gesamtnachfrage beitragen und sich zudem günstig auf die weitere Aufwärtskorrektur bei den Unternehmensgewinnen auswirken", erklärt Iggo abschließend. (aa)

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