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AXA IM Analyse: US-Zinsanhebung – wer verliert?

Die US-Notenbank Federal Reserve steckt mitten in einem Zinsanhebungszyklus, dem sich die EZB wahrscheinlich bald anschließen wird. Damit könnte eine neue Ära des "risikolosen" Zinsen anbrechen. Das klingt nicht schlecht – es gibt aber laut AXY IM auch eine relativ lange Liste an Verlierern.

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Fed-Chef Jerome Powell führt den Zinsanhebungszyklus der Vereinigten Staaten fort. Die Rückkehr des "risikolosen Zinses" führt zu neuen Risken.
© Aaron P. Bernstein

Die amerikanische Notenbank (Fed) ist dabei, den Leitzins Schritt für Schritt anzuheben. Dies wirkt sich auf die Renditen der US-Staatsanleihen aus, die in den vergangenen Monaten sichtbar gestiegen sind. Soweit ist die Europäische Zentralbank (EZB) zwar noch nicht, denn die Märkte erwarten erst ab dem kommenden Jahr Zinserhöhungen. Jedoch fährt sie bereits in diesem Jahr ihr Anleihekaufprogramm zurück. Dies spricht für ein baldiges Ende der ultralockeren Geldpolitik in der Eurozone.

Winner takes all
„Die Straffung der Geldpolitik führt nicht nur zu einer anderen Einschätzung des risikofreien Zinssatzes“, sagt Chris Iggo, CIO Fixed Income bei AXA IM. Zugleich stiegen die Risikoaufschläge bei riskanteren Anleihen, also bei Emittenten, die über eine schlechtere Bonität als etwa die USA oder Deutschland verfügen. „Auch wenn sich derzeit die Verschärfung der europäischen Geldpolitik noch in Grenzen hält, haben wir zuletzt einige erhebliche Spannungen beobachtet“, so der Anleihe-Experte.

Die sich verschlechternden Fundamentaldaten in Italien und die neu gebildete euroskeptische Regierung dort ließen zum Beispiel die Risikoprämien für italienische Anleihen nach oben schnellen. Trotzdem liegen die Renditen von italienischen Staatsanleihen immer noch unter denen von US-Staatspapieren. „Der Grund dafür ist eindeutig die EZB, die Italien den Rücken stärkt“, so Iggo, der an die berühmten Worte des EZB-Chefs Mario Draghis aus dem Sommer 2012 erinnert – man werde alles tun, um den Euro zu retten, sagte Draghi damals und fügte hinzu: „Und glauben Sie mir, es wird ausreichen.“ Das Risiko, dass Italien die Eurozone verlässt, ist laut Iggo „momentan immer noch gering“.

Seitdem die Renditen der US-Staatsanleihen steigen, weiten sich die Spreads in den Schwellenländern aus. Die Risikoprämien vergrößern sich vor allem in Ländern mit hohen Auslandsschulden, schwachen Währungen, steigender Inflation sowie der sich im Zuge der Straffung der Geldpolitik verschlechternden Wachstumsprognosen.

Die drei Auswirkungen der jüngsten Marktentwicklungen
Die wichtigsten Erkenntnisse der jüngsten Entwicklungen sind für Chris Iggo: Erstens führe die Straffung der Geldpolitik zu einer Neubewertung der Risikoprämien. Zweitens seien die größten Auswirkungen in den Ländern zu sehen, in denen die Risiken infolge der veränderten wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen steigen. Drittens seien die Länder mit den niedrigsten Wachstumsraten, den höchsten Leistungsbilanzsalden, Auslandsschulen und den schlechtesten Haushaltsbilanzen am stärksten gefährdet. Dies gelte auch für Länder, die die inländischen monetären Bedingungen nicht an die innenwirtschaftlichen Bedingungen anpassen – die zuletzt drastischen Leitzinserhöhungen in Argentinien und der Türkei seien warnende Beispiele dafür. „Da sich die globalen geldpolitischen Bedingungen weiter verschärfen, wird es künftig eine stärkere Differenzierung von Performance und Rendite geben. Festverzinsliche Anlagen werden deshalb volatil bleiben“, resümiert Iggo. (hw)



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