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Aviva Investors' Real Assets-Studie #2: Was bewegt europäische Instis?

Die jüngst veröffentlichte, weltweite Real Assets-Studie von Aviva Investors hat auch herausgearbeitet, wie europäische Großanleger im Speziellen allokieren wollen und welche Themen hiesige Investoren beschäftigen.

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Die Anfang dieser Arbeitswoche publizierte Aviva Investors Real Assets Survey 2020 basiert auf den Antworten von über 1.000 Entscheidungsträgern bei Versicherern und Pensionsfonds mit einem verwalteten Vermögen von zwei Billionen Euro. Kurz zusammengefasst kam heraus, dass Institutionelle weiterhin ihr Exposure in Sachwerten erhöhen wollen, da diese höhere Renditen bieten. Darüber hinaus gewinnen ESG und Kapitalerhalt an Bedeutung (Institutional Money berichtete).

Interessant sind aber auch die nachfolgenden, weiteren Studienergebnisse, mit Fokus auf Europa:

- Der Gesundheitssektor (54 Prozent) wurde als die wichtigste Form von Vermögenswerten bei Anlagen in soziale Infrastruktur aus Sicht der europäischen Versicherer und Pensionsfonds genannt. Auch der soziale Wohnungsbau war bei Versicherern und Pensionsfonds in Europa beliebt (52 Prozent bzw. 39 Prozent).

- Seit Beginn der COVID-Krise gaben sowohl die europäischen Versicherer als auch die Pensionsfonds an, dass sie am ehesten in Immobilien-Anleihe-Strategien investieren würden (49 Prozent der Versicherer und 34 Prozent der Pensionsfonds). Mit Blick auf die Zukunft erwarten die europäischen institutionellen Anleger, dass sie in den nächsten zwölf Monaten ihre Allokation bei Infrastrukturaktien erhöhen werden (57 Prozent Versicherer und 39 Prozent Pensionsfonds).

- Wie ihre weltweiten Konkurrenten sind auch die europäischen Anleger von dem langfristigen Potential einer Zunahme vom Arbeiten im Homeoffice überzeugt. Sie sehen auch in der zunehmenden digitalen Infrastruktur gute Anlagechancen. So waren 52 Prozent der Versicherer und 47 Prozent der Pensionsfonds in Europa dieser Meinung.

- Auf die Frage, wann die europäischen Befragten mit einer Erholung ihrer eigenen Volkswirtschaften auf das Niveau von 2019 rechnen, sind die europäischen Investoren im Gegensatz zu ihren globalen Konkurrenten am wenigsten optimistisch. Demnach erwarten sie eine Erholung ihrer Volkswirtschaften erst im Frühjahr oder Sommer 2023.

- Die Frage der regulatorischen Eingriffe ist für europäische Investoren von großer Bedeutung. So sind 40 Prozent der Versicherer dieser Meinung, während 25 Prozent der Pensionsfonds Bedenken zu diesem Thema äußerten.

- Die mangelnde Klarheit über den künftigen Handel und die Abkommen zwischen dem Vereinigten Königreich und der EU spielten für die europäischen Befragten ebenfalls eine wichtige Rolle. So zeigten sich 37 Prozent der Versicherer besorgt angesichts dieses Themas, wobei mit 26 Prozent die europäischen Pensionsfonds etwas weniger in dieser Frage beunruhigt waren. (aa)

 

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