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Die Rolle von Real Estate Debt in einem Multi-Asset-Portfolio

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Real Estate Debt hat sich zu einer etablierten Anlageklasse entwickelt. Wie kann die Assetklasse kann in der Spätphase des Marktzykluses vor Rückschlägen schützen und gleichzeitig eine Renditeprämie gegenüber Corporate Bonds mit vergleichbarem Rating bieten? Mehr dazu hier.

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Aus weniger mehr machen: Stiftungswachstum trotz Renditeschwäche

Die traurige Meldung vorweg: Weniger als die Hälfte der befragten Stiftungen schafft den realen Kapitalerhalt. Aber: Rund ein Viertel der befragten Stiftungen erzielt bereits mit der Vermögensanlage positive gesellschaftliche Wirkung, und die Anzahl der Stiftungsneugründungen steigt leicht.

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Felix Oldenburg, Generalsekretär des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen
© David Ausserhofer

2018 war ein Jahr der Wende für die Vermögensanlage in Deutschlands Stiftungen. Wie eine aktuelle Umfrage zeigt, erwarten knapp 40 Prozent der Stiftungen eine Rendite unterhalb der Inflationsgrenze. Dieses Ergebnis liefern die neuesten Zahlen aus dem Stiftungspanel des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen. 2017 sahen nur 20 Prozent der befragten Stiftungen den Inflationsausgleich in Gefahr. „2018 war ein hartes Jahr“, so Felix Oldenburg, Generalsekretär des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen. „Die Zahlen zeigen zwar, dass die Niedrigzinsphase voll auf die Rendite durchschlägt, aber sie zeigen auch, dass Stiftungen ihre Lehren aus den vergangenen Jahren gezogen haben: Sie sind von passiven Sparern zu aktiven Investoren geworden. Leider gibt es noch zu wenig maßgeschneiderte Angebote von Finanzdienstleistern.“ Hier setzt der Bundesverband Deutscher Stiftungen weiter Impulse. Schon heute legen immer mehr Stiftungen ihr Kapital wirkungsorientiert an (2018: 26,1 Prozent / 2016: 22,1 Prozent) und erhöhen somit über die Wahl ihrer Anlageprodukte ihre gesellschaftliche Wirkung.

Leichtes Plus bei Stiftungsneugründungen im Vergleich zum Vorjahr
„Die aktuelle Situation mit niedrigen Zinsen und volatilen Märkten ist für Stiftungen zwar schwierig. Doch wer sich für die Gründung einer auf Dauer angelegten Stiftung entscheidet, tut dies mit einer langfristigen Perspektive und in der Absicht sich nachhaltig für die Gesellschaft zu engagieren“, bekräftigt Prof. Dr. Joachim Rogall, Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch Stiftung und Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen. 

Stiftungssektor wächst trotz der Lage an den Finanzmärkten konstant
Um 2,1 Prozent ist die Zahl der rechtsfähigen Stiftungen bürgerlichen Rechts im vergangenen Jahr gestiegen. 554 Stiftungen erhielten 2018 eine Anerkennungsurkunde. 2017 waren es 549 Stiftungen. 28 Stiftungen gibt es heute pro 100.000 Bundesbürger. Zu den jetzt 22.743 rechtsfähigen Stiftungen des bürgerlichen Rechts kommt noch eine Vielzahl anderer Rechtsformen.

Stiftungsrechtsreform darf nicht untergehen
Joachim Rogall mahnt: „Um gesellschaftlich wirksam zu sein, brauchen Stiftungen dringend mehr Flexibilität. Die Politik hat dazu bereits Änderungen angekündigt. Jetzt hoffen wir auf eine schnelle Umsetzung der Stiftungsrechtsreform durch den Gesetzgeber.“ Bestandteil der Stiftungsrechtsreform ist unter anderem die Einführung der Business Judgment Rule. Diese Regelung ermöglicht, dass Stiftungsvorstände nicht zur Haftung herangezogen werden dürfen, wenn sie bei ihrer Geschäftsführung die Sorgfalt einer ordentlichen und gewissenhaften Geschäftsleitung angewandt haben. So würden Stiftungen mehr Sicherheit in ihrer Arbeit, vor allem in der Vermögensanlage, haben. Laut einer Umfrage des Bundesverbandes zur Stiftungsrechtsreform halten mehr als 90 Prozent der befragten Stiftungen die Einführung der Business Judgement Rule für sehr wichtig oder wichtig.

Blick auf die Bundesländer
Insgesamt gibt es 22.743 rechtsfähige Stiftungen des bürgerlichen Rechts in Deutschland. 89 Prozent davon haben ihren Sitz in den westlichen Bundesländern. Auch im Osten wird zunehmend mehr gestiftet. So lag das Nettowachstum in den fünf östlichen Bundesländern mit 3,7 Prozent weitaus höher als im Bundesdurchschnitt von 2,1 Prozent. 62 der 554 Neugründungen des vergangenen Jahres stammen aus Ostdeutschland. Spitzenreiter ist hier Brandenburg mit einem Wachstum von 8,2 Prozent und 16 neu anerkannten Stiftungen. Hamburg bleibt das Bundesland mit den meisten Stiftungen im Verhältnis zur Zahl der Einwohner: 78 Stiftungen gibt es pro 100.000 Einwohner. Im Bundesdurchschnitt sind es 28 Stiftungen pro 100.000 Einwohner. Bei den TOP 3 der Stiftungshauptstädte gab es Bewegung: Würzburg und Oldenburg können sich an der Spitze behaupten, während Frankfurt am Main für Aufsteiger Darmstadt auf den 4. Platz rutscht. (kb)

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