Das Fachmagazin für institutionelle Investoren

Geben Sie Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort ein, um sich an der Website anzumelden:
Ad

Low-Touch-Komprimierung

Der anhaltende Druck durch Verschuldungsquoten, Bestimmungen für G-SIBs und begrenzte betriebliche Ressourcen zwingt Banken dazu, nach zunehmend ausgeklügelten Komprimierungslösungen zu suchen.

Anzeige
| Märkte
twitterlinkedInXING

Aufgedeckt: 95 Prozent aller Bitcoin-Umsätze sind frei erfunden

Der Bitcoin hat einen dubiosen Ruf. Zu Recht, wie eine Untersuchung zeigt: Demnach ist nicht nur die Währung selbst, sondern auch das Gros der Börsengeschäfte mit ihm virtuell. Das Kuriose: Ursprünglich wollte der Auftraggeber der Studie ein ETF auf Bitcoin herausbringen.

fotolia_132304941_alswart.jpg
© alswart / stock.adobe.com

Geahnt hat man es schon, nun zeigt ein Gutachten: Unregelmäßigkeiten sind im Bitcoin-Business keine Ausnahme, sondern eher die Regel. Dies ist insbesondere bei den Umsätzen an diversen Tauschbörsen der Fall: Bei den meisten handelt es sich um Scheingeschäfte, berichtet die Neue Zürcher Zeitung (NZZ) mit Verweis auf ein Gutachten des Investmenthauses Bitwise. Satte 95 Prozent aller Handelsvolumina an Bitcoin-Börsen sind demnach purer Bluff!  

Kurioserweise hat Bitwise das Gutachten erstellt, um die Seriosität von Bitcoin zu belegen. Das ist zumindest teilweise gelungen: Die Asset Manager konnten dem NZZ-Bericht zufolge nachweisen, dass Bitcoin an den zehn wichtigsten Kern-Börsen ohne besagte Scheingeschäfte gehandelt werden. Dennoch ist das Resultat verheerend: Statt des von diversen Bitcoin-Brokern im April berichteten Handelsvolumens von insgesamt elf Milliarden US-Dollar machten die tatsächlich abgewickelten Geschäfte laut der Bitwise-Studie nur 554 Millionen US-Dollar aus.

Weiterhin kein ETF auf Bitcoin
Hintergrund des Ganzen: Bitwise will einen ETF auf Bitcoin auf den Markt bringen. Bislang hatte die US-Börsenaufsicht SEC solche Vorhaben immer abgelehnt. Standardargument: Krypto-Tauschplätze seien im Gegensatz zu offiziellen Börsen keine geregelten Märkte, was Manipulationen Tür und Tor öffne. Auch das Ansinnen von Bitwise wurde zwischenzeitig abgelehnt, trotz des Gutachtens – oder vielleicht gerade deswegen.

So erklärten die SEC-Oberen, dass Gruppen oder Einzelpersonen, die über riesige Mengen an Bitcoins verfügten, den Markt auch dann manipulieren könnten, wenn die Preise nur aus dem Durchschnitt der zehn "sauberen" Börsen errechnet würden, berichtet die NZZ. In einer konzertierten Aktion könne es ihnen gelingen, mehrere Börsen gleichzeitig anzugreifen und zu manipulieren. Ein zweiter Einwand: Auch wenn es, wie von Bitwise angeführt, Börsen gebe, die ordentlich funktionierten, könnten die übrigen Umschlagplätze trotzdem die Bitcoin-Preise an diesen seriösen Börsen beeinflussen. Bitwise sei es nicht gelungen, aufzuzeigen, dass die zehn als effizient identifizierten Börsen von den anderen in irgendeiner Weise abgeschirmt seien. (fp/ps)

twitterlinkedInXING

News

 Schliessen

Mit der Nutzung dieser Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies und unserer Datenschutzerklärung zu. Mehr erfahren