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Atomfonds Kenfo mit 3,3 Prozent Rendite, geht in Private Equity

Deutschlands einziger klassischer Staatsfonds Kenfo hat angesichts starker Kapitalmärkte im vergangenen Jahr eine Rendite von 10,2 Prozent auf das investierte Vermögen erzielt. Bezogen auf das Gesamtvermögen und damit unter Einbeziehung gezahlter Negativzinsen betrug das Plus noch 3,3 Prozent.

Anja Mikus
Anja Mikus, CEO und CIO von Kenfo, dem Fonds zur Finanzierung der kerntechnischen Entsorgung in Deutschland und erstem deutschem Staatsfonds.
 
© Kenfo

Vor Kenfo, dem Fonds zur Finanzierung der kerntechnischen Entsorgung, liegen allerdings schwieriger Zeiten. Es sei klar, “dass der Fonds im laufenden Geschäftsjahr aufgrund der Auswirkungen der Corona-Krise deutlich schwierigeren Geschäftsbedingungen ausgesetzt ist”, erklärte Thorsten Herdan, Vorsitzender des Kuratoriums.

24,1 Milliarden Euro Startkapital 
Aufgabe des vor drei Jahren mit 24,1 Milliarden Euro an Startkapital gegründeten Fonds ist es, langfristig genügend Rendite erwirtschaften, um Zwischen- und Endlagerung von radioaktivem Abfall deutscher Atomkraftwerke zu finanzieren. Im Rahmen des Atomausstiegs hatten die Betreiber der Werke das Startkapital für den Fonds zur Verfügung gestellt, wodurch die finanzielle Verantwortung für die Lagerung auf den Staat überging.

Nach liquiden folgen nun erste illiquide Investments
Ende 2019 war rund die Hälfe des Kapitals an den Märkten investiert, fast ausschließlich in liquide Anlagen wie Aktien und Anleihen. Jedoch wagte sich der Fonds langsam auch in alternative Vermögensklassen vor, die höhere Renditen bringen können.

Weiterer Ausbau in der Pipeline
So nahm der Kenfo in der zweiten Jahreshälfte 2019 bereits drei Zeichnungen für illiquide Anlagen vor. Dabei handel es sich neben einem Infrastruktur- auch um zwei Private-Equity-Fonds. Rund 171 Millionen Euro wurden hier zugesagt, von denen bis zum Bilanzstichtag bereits 7,25 Millionen Euro geflossen sind. Die Anlagen sollen in diesem Jahr weiter ausgebaut werden.

Break Even früher als geplant erreicht
Das Jahr 2019 schloss der Fonds zur Finanzierung der kerntechnischen Entsorgung mit einem positiven Stiftungsergebnis von 9,4 Millionen Euro ab, verglichen mit einem Minus von 71,5 Millionen Euro 2018. Damit erreichte der Fonds nach Anlaufverlusten bereits ein Jahr früher als geplant die Gewinnzone. (kb)

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