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Assets der Gold-ETFs stiegen im Juni 2019 um 15 Prozent

Dieser Anstieg vom Juni 2019 stellt den stärksten monatlichen Zugewinn in sieben Jahren dar, berichtet das World Gold Council (WGC). Das meiste kam dabei aus den USA, aber auch Europa hielt gut mit.

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© fox17 / stock.adobe.com

In Tonnen ausgedrückt, stiegen die Assets von Gold-ETFs und verwandten Produkten im Juni um 127 Tonnen auf nunmehr 2.548 Tonnen. Das entspricht Zuflüssen im Gegenwert von 5,5 Milliarden US-Dollar. Grund sind wohl zunehmende geopolitische Unsicherheiten und die Ankündigungen von Zentralbanken, sich in Richtung einer akkommodierend wirkenden  Geldpolitik zu bewegen. Dies ließ des US-Dollar und die Dollar-Zinsen sinken und bedingte ein zunehmendes Momentum beim Goldpreis, der ein Sechs-Jahres-Hoch erreichte.  

Der Marktwert aller Gold-ETFs stieg im Juni um 15 Prozent auf 115 Milliarden US-Dollar. Dies entspricht dem stärksten Anstieg binnen Monatsfrist seit 2012, wobei alle Regionen zum dem Zuwachs beitrugen. Das veranschaulicht die folgende Grafik. 

Monatliche Flüsse im Gold-ETF-Markt

Mehr als die Hälfte des Wertzuwachses resultiert aus der neunprozentigen Goldpreisrallye. Damit ist Gold eines der stärkst performenden Assets in 2019 und erreichte in einer Handvoll Währungen ein Allzeithoch, etwa im Austral-Dollar. Dies ist im Speziellen relevant, weil doch Australien das Goldförderland Nummer zwei in Bezug auf die Goldminenproduktion darstellt. 

Nordamerika steuerte zu den mengenmäßigen Gold-ETF-Zuwächsen 65 Tonnen bei, die zum Teil auf Momentum-Investoren zurückgingen. Low-Cost-ETFs konnten mit 53 Tonnen oder 85 Prozent des Kuchens das meiste dazu beitragen. Das WGC glaubt, dass das starke Wachstum der Assets in größere, liquidere und kostengünstigere Fonds zeige, dass sowohl taktische als auch strategische Investoren ihre Beständer aufgestockt hätten.

Europäische ETFs brachten 59 Tonnen, wobei drei in Großbritannien beheimatete Fonds unter den weltweiten Top fünf Fonds in Bezug auf Mittelzuflüsse liegen. Die nicht gelöste Führungsfrage in Großbritannien sowie die Brexit-Frage hätten wohl die Nachfrage nach Gold beflügelt, schreibt das WGC. 

Momentum und Sentiment als Gamechanger
Gold brach nach oben aus und ließ einen fünf Jahre bestehenden Widerstand bei 1.365 US-Dollar je Unze hinter sich, da es Veränderungen beim Momentum und Sentiment gab. Das Volumen der Netto-Long-Goldkontrakte an der COMEX stiegen Ende Juni auf 868 Tonnen und damit auf das höchste Niveau seit fast drei Jahren. Auch das täglich gehandelte Volumen an Gold legte zu, erreichte 164 Milliarden US-Dollar pro Tag im Monat Juni und lag damit 45 Prozent über dem Level des durchschnittlichen Handelsumsatzes im Jahr 2018. Dabei war der OTC-Markt führend, er wuchs um 50 Prozent im Vergleich zum Vormonat. Bei den Goldoptionen entwickelte sich die Call/Put-Schiefe in Richtung noch extremerer Niveaus, da Investoren willens waren, eine deutlich höhere Prämie für Calls als für Puts zu bezahlen. (kb)

 

 

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