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Assenagon zum Potential der Green Economy

Die Finanzmarktregulatorik definiert erstmals, welche Unternehmens­aktivitäten als ökologisch nachhaltig gelten. Im Zuge steigender Transparenzanforderungen für Nachhaltigkeitsfonds sind substantielle Reallokationen in grüne Unternehmen zu erwarten.

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© ra2 studio

Die EU-Taxonomie stellt gewissermaßen ein Novum dar. Denn erstmals wird seitens des Regulators definiert, welche Unterneh­mensumsätze als grün zu bezeichnen sind. Gegenwärtig fokussiert sich die Taxonomie auf den Bereich Klimaschutz: Eine Unterneh­mensaktivität gilt als ökologisch nachhaltig, wenn sie substanziell zu diesem Ziel beiträgt und dabei gleichzeitig keine anderen Um­weltziele negativ beeinträchtigt. Zur exakten Klassifizierung hat der Regulator eine umfangreiche Aufstellung von Unternehmens­aktivitäten mit festgelegten Kriterien veröffentlicht. Außerdem muss das Unternehmen Mindeststandards etwa in den Bereichen Menschenrechte & Arbeitsnormen einhalten. Vor dem Hinter­grund der geschaf­fenen Transparenzpflichten von KVGen im Rahmen der Offenlegungsverordnung (SFDR) stellt die Taxonomie so­mit ein zentrales Instrument der Klima­strategie der EU dar und soll durch die Förderung entsprechender Unternehmensaktivitä­ten die nachhaltige Transformation voran­treiben.

Tiefergehender Markteinblick
Assenagon Asset Management beschäftigt sich tiefergehend mit der Green Economy, bestehend aus Unternehmen mit signifikanten grünen Umsätzen. Neben der Unterstützung durch die Finanzmarktregulatorik profitieren die Unternehmen zudem von öffentlichen Investitionsprogrammen, mit dem die Regierun­gen weltweit das Ziel der Klimaneutralität bis 2050 (Europa, USA) beziehungsweise 2060 (China) erreichen wollen.

Investieren in die Green Economy
Aktuell umfasst die so definierte Green Economy etwa 200 Unter­nehmen, wobei hier sicherlich Tesla heraussticht. Ab­seits der E-Mobilität und klassischen Nachhaltigkeitsbranchen wie der erneuerbaren Stromerzeugung enthält das Universum eine Vielzahl weiterer spannender Geschäftsmodelle: von fortschrittlichen Dämmstoffen über energieeffiziente Datenzentren bis hin zu Biokraftstoffen.

Heterogene Gewichtung
In Summe verteilt sich das Universum über zahlreiche Branchen, wobei die jeweilige Gewichtung sehr heterogen ausfällt. Wie die folgende Grafik erkennen lässt, dominieren wenige Branchen das Uni­versum: Grüne Immobilien (24 Prozent), Erneuerbare Stromerzeu­gung (17 Prozent), Solarhersteller (10 Prozent) und E-Mobilität (9 Prozent). Die weiteren Branchen weisen hingegen ein Gewicht von fünf Prozent oder weniger auf. Um Konzentrationsrisiken zu vermei­den und eine entsprechende Diversifikation zu gewährleisten, be­darf es daher einer aktiven Strategie statt einer simplen Gleichgewichtung der etwa 200 Unternehmen.

Branchengewichte im Vergleich

Quelle: Assenagon, Bloomberg

Kennzahlenvergleich zeigt: Green Economy grosso modo fair bewertet
Die folgende Tabelle vergleicht das Green Economy-Universum mit dem glo­balen Aktienmarkt anhand einer Reihe von Kennzahlen. Obwohl sich populäre, nachhaltige Branchen, wie z. B. Clean Energy, oft­mals durch eine hohe Bewertung ausgezeichnet haben, ist das aggregierte Green Economy-Universum durch die Kombination der verschiedenen Branchen (zum Beispiel E-Mobilität: hoch bewertet; Grüne Immobilien: günstig bewertet) fair bewertet. Trotz einer Bewertung gleichauf mit dem Markt wachsen die Unternehmen der Green Economy deutlich stärker, was für die zukunftsträch­tigen Geschäftsmodelle spricht.

Mehr Schulden, geringere Eigenkapitalrendite
Fundamental betrachtet stellt die Unternehmensqualität einen Ansatzpunkt für aktives Portfolio Management dar. So liegt die Eigenkapitalrendite des Universums mit 6,5 Prozent deutlich unter den 14,6 Prozent des Marktes. Zudem sind die Unternehmen der Green Economy deutlich höher verschuldet.

Kennzahlen im Vergleich

Quelle: Assenagon, Bloomberg

Wie Assenagon mit diesem Befund umgeht
Die Herausforderung im Rahmen der Portfoliokonstruktion be­steht darin, aus den etwa 200 Unternehmen ein Portfolio zu bilden, was sich durch ein ausgewogenes fundamentales Profil mit aus­ge­prägten Wachstumschancen auszeichnet, breit diversifiziert ist und sich zudem durch einen hohen grünen Umsatz­anteil auszeichnet.

Die nächste Tabelle vergleicht das resultierende Portfolio der Green Eco­nomy-Strategie mit dem globalen Aktienmarkt, aktiv gemanagten, milliardenschweren Nachhaltigkeitsstrategien und einem Clean Energy ETF.

Entwicklung der Marktanteile gemäß freier Cashflows

Trotz besserem fundamentalem Profil und einer höheren Diversi­fikation weist die Green Economy-Startegie einen deutlich höhe­ren grünen, Taxonomie-konformen Umsatzanteil auf.

Quelle: Assenagon, Bloomberg

Assenagons Green Economy-Strategie mit halbiertem Tracking Error
Durch entsprechende Selektion der Unternehmen gelingt es nicht nur, ein Portfolio zu konstruieren, das ein attrak­tives fundamentales Profil aufweist, sondern auch deutlich besser diversifiziert ist als vergleichbare Strategien. Das finale Portfolio von Assenagons Green Economy-Strategie umfasst 100 gleichgewichtete Unternehmen und ist breit über die verschiedenen grünen Wachs­tumsbranchen gestreut, wohingegen die Peers deutlich konzentriertere Portfolios aufweisen. Entsprechend ist das relative Risiko gegenüber dem globalen Aktienmarkt mit einem Tracking Error von zehn Prozent zirka halb so groß. 

Was bedeutet das für den Investor?
Aktuell ermöglicht die Offenlegungsverordnung eine eigenstän­dige Klassifizierung von Fonds als nachhaltig (sogenannte Artikel 8- und Artikel 9-Fonds). Spätestens zum Jahreswechsel müssen jedoch die entsprechend klassifizierten Fonds den Anteil an Taxonomie-konformen Umsätzen ihres Portfolios offenlegen. Laut neuesten Studien liegt das Anlagevolumen alleine in Artikel 8- und Artikel 9-Publikumsfonds (ohne Spezialfonds) in Europa per Ende 2021 bei stattlichen 4,05 Billionen Euro. Dabei ist unklar, wie nachhaltig viele dieser Fonds wirklich sind. Entgegen der detaillierten Ausge­staltung der Taxonomie bietet die Offenlegungsverordnung dem Asset Manager mehr Interpretationsspielraum hinsichtlich der Nachhaltigkeitsklassifikation seiner Investmentfonds.

Signifikante Realloka­tionen ante portas
Um auch mit den neuen Transparenzanforderungen ein entspre­chendes Profil vorweisen zu können, sind signifikante Realloka­tionen von nachhaltig klassifizierten Fonds in entsprechend grüne Unternehmen zu erwarten. Wenn man bedenkt, dass das gegen­wärtige Universum an Unternehmen mit signifikanten grünen Umsätzen ohne Tesla gerade einmal eine Marktkapitalisierung in Höhe von 1,4 Billionen Euro aufweist, dürften sich die Reallokatio­nen spürbar positiv auf die Aktienkurse auswirken. (kb)

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