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Artemis-Fondsmanager Simon Edelstens Überlegungen zur aktuellen Krise

In einer globalisierten Wirtschaft kann niemand die Folgen eines unvorhersehbaren Krieges in Europa vorhersehen. Simon Edelsten, globaler Aktienfondsmanager bei Artemis, untersucht, wie sich die traditionellen "sicheren Häfen" verändern könnten.

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Artemis-Fondsmanager Simon Edelsten
© Artemis Fund Managers

Das Erste, worauf Artemis-Fondsmanager Simon Edelsten verweist, ist das merkwürdige Verhalten des Kapitalmarkts zu Beginn des Einmarsches: "Die Märkte verhielten sich am Tag der Invasion seltsam. Wir sahen eine anfängliche Flucht in Anleihen, die aber schnell wieder rückgängig gemacht wurde, den Rückgang des FTSE und dann einen außergewöhnlichen Ausschlag an der Wall Street. Der S&P 500 lag zeitweise um 2,6 Prozent im Minus, konnte aber am Ende des Tages um 1,5 Prozent zulegen. Der technologielastige Nasdaq verzeichnete einen noch größeren Aufschwung - er fiel am Morgen um 3,4 Prozent, schloss aber mit einem Plus von 3,3 Prozent."

Wahrscheinlich waren zahlreiche Faktoren im Spiel
Simon Edelsten denkt dabei an Hedge-Fonds-Manager, die ihre Positionen auflösten, aber auch Anleger, die versuchten, die Folgen abzuschätzen und allmählich erkannten, dass dies wahrscheinlich zu einer hartnäckigeren Inflation führen werde. Dazu kam ein erhöhtes Risiko, dass die Zentralbanken die Zinserhöhungen falsch einschätzen und falsch timen würden.

Wie es in der Vergangenheit ablief
In der Vergangenheit hatten Aktienanleger auf Krisen reagiert, indem sie aus Bereichen wie der Technologie flüchteten und sich sicheren Häfen wie Versorgern oder Basiskonsumgütern zuwandten. Man denke an Unilever und Nestlé. Aber diese sicheren Häfen funktionieren nicht besonders gut. Einige Basiskonsumgüter haben Schwierigkeiten, die Inflation weiterzugeben, und die Versorger sind in die Veränderungen der Energiepolitik verstrickt.

Sicherheit stattdessen in Big Tech?
"Heute sind etablierte Technologiewerte zu den neuen sicheren Häfen geworden. Aber nicht alle von ihnen", meint Edensten. "Unternehmen wie Google, Microsoft und Amazon sind in der Lage, Preissteigerungen weiterzugeben. Andere Technologiewerte sind dazu zwar in der Lage, aber ihre Aktienkurse sind durch die aktuellen Gewinne nicht gut unterstützt." 

Am Ende des ersten Handelstages unmittelbar nach der Invasion stiegen Microsoft um fünf Prozent, Amazon um 4,5 Prozent, Alphabet (Google) um vier Prozent und Adobe um acht Prozent. Sie haben den Aufschwung vorangetrieben. Sie seien die neuen Nestlés und böten ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis, so Edelstem weiter.

Growth nach starker Korrektur wieder interessant
Die wachstumsstärksten Aktien, die Artemis im Laufe der Jahre gehalten hat, schienen Edelsten und Kollegen vor einem Jahr zu teuer, um sie zu halten, aber die jüngste Korrektur hat nun einige davon auf ein Niveau gebracht, das sie für akzeptabel halten.

Behalten Sie Kakerlaken in Ihrem Portfolio
Mit Blick auf die kommenden Wochen möchte Edelsten seine jüngsten Argumente bekräftigen, dass dies eine Zeit sei, in der man langweilig sein sollte: "Dies ist tatsächlich die Zeit, in der die Kakerlaken in Ihrem Portfolio - also Aktien, die Katastrophen überleben können - in den Vordergrund treten. Für uns waren das traditionell US-Eisenbahnen, Gesundheits- und Telefongesellschaften. Heute gehören auch vernünftig bewertete Technologieunternehmen dazu. Mit anderen Worten, unser Plan ist es, langfristige Mittel in den vielen Unternehmen von hoher Qualität zu konzentrieren, die von diesen Ereignissen oder höherer Inflation nur wenig betroffen sind."

Verfallen Sie nicht in Panik!
Was die Geschichte der Investitionen in die Aktienmärkte angeht, so ist die längste Grafik, die Edelsten finden konnte, die des US S&P Index. Diese reicht bis in die 1930er Jahre zurück. Dabei ist zu erkennen, dass die großen Unternehmen insgesamt oft wenig von Konflikten und Gefahren betroffen sind, einschließlich des Krieges von 1939-1945 und der Inflation der 1970er Jahre. "Die Aktienmärkte neigen dazu, kurzfristig auf Konfliktmomente überzureagieren, und das kann Kaufgelegenheiten bieten", konstatiert der Fondsmanager. (kb)

 

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