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Finanzmarkt-Ausblick 2020

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Wie geht es 2020 weiter mit der Weltwirtschaft und was bedeutet der Führungswechsel an der EZB-Spitze für die europäische Geldpolitik? PIMCO-Chefökonom Joachim Fels erläutert im Video den Konjunkturausblick und die Schlussfolgerungen für die Asset-Allokation.

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Ariel Bezalel, Jupiter: USA droht in die Rezession zu rutschen

Die US-Wirtschaft nähert sich dem Ende des Konjunkturzyklus, ist Anlageprofi Ariel Bezalel überzeugt. Welche Zeichen für eine drohende Rezession sprechen.

Ariel Bezalel, Leiter des Anleihebereichs bei Jupiter AM.
Ariel Bezalel, Leiter des Anleihebereichs bei Jupiter AM
© Jupiter AM

In den USA ziehen dunkle Wolken auf: Die US-Wirtschaft steuert mit großen Schritten auf eine Rezession zu, sagt Ariel Bezalel, Leiter des Anleihebereichs bei Jupiter AM. Als Begründung nennt der Anlageprofi mehrere Faktoren: Da wäre zum einen der Anstieg der durch die niedrigen Zinsen am Leben gehaltenen Covenant-Lite-Kreditverträge und Zombiefirmen, zum anderen die zunehmende Verschlechterung der Handelsdaten in wichtigen Finanzplätzen Asiens und Europas. Oben drauf kommt noch die Verschuldung privater Haushalte und Unternehmen. Sie liegt derzeit auf Rekordniveau.

Der derzeitige Wirtschaftsaufschwung in den USA ist die längste Hausse in der Geschichte des Landes seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1854. Das allein sollte eigentlich Warnsignal genug sein: "Die Fed ist kaum noch in der Lage, die Wirtschaft weiter anzukurbeln", sagt Bezalel. Mit einer billionenschweren Bilanz und Zinsen, die mit 2,25 bis 2,5 Prozent noch immer nahe den historischen Tiefstständen liegen, steht die US-Notenbank unter enormen Druck. Der Anlageprofi rechnet damit, dass die Zinsen in den nächsten 12 bis 18 Monaten auf Null fallen werden, womöglich einhergehend mit einer weiteren Runde der quantitativen Lockerung.

Weitere Schulden wären unklug
Bezalel ist skeptisch, ob die zurückhaltende Strategie der Fed allein ausreichen wird, um eine nachhaltige Rally voranzutreiben. Vor weiteren fiskalpolitischen Impulsen, um die Wirtschaft der USA anzukurbeln, rät er allerdings ebenfalls ab. "Eine Aufstockung der schon gigantischen US-Verschuldung ist selbst für Donald Trump unklug", sagt Bezalel.

Zudem sei es unwahrscheinlich, dass die Demokraten Gesetze wie etwa ein Infrastrukturgesetz verabschieden werden, was für Trump vor der US-Wahl 2020 von Vorteil sein könnte. "Und bis dahin ist es vielleicht schon zu spät", sagt der Anlageprofi. (fp)

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