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Anleger sollten auf "grüne Industrierevolution" setzen

Nach Ansicht von Wermuth Asset Management sollten Investoren auf Innovationen im Rahmen der „grünen Industrierevolution“ setzen. Das hat gute Gründe.

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Jochen Wermuth, Wermuth Asset Management: „Durch die Energiewende ergeben sich interessante wirtschaftliche Chancen, die direkt der Umwelt und der Gesellschaft nutzen."
© WAM

Professionelle Marktteilnehmer sollten sich im Idealfall gesellschaftliche oder wirtschaftliche Veränderungen zu Nutze machen. Beispielsweise die "grüne Industrierevolution". So weist Wermuth Asset Management in einer Publikation darauf hin, dass vor dem Hintergrund, dass wirtschaftliche und ökologische Nachhaltigkeit unmittelbar zum Wirtschaftswachstum beitrage, "Growth-Stage-Unternehmen" entlang der Wertschöpfungskette der grünen Industrierevolution ein rasches Wachstum aufweisen würden.

"... desto früher können Anleger Erfolge ernten“
„Investoren, die Teil der Erfolgsgeschichte dieser grünen Industrierevolution sein wollen, sollten daher ein Investment in diesem relativ jungen Sektor erwägen. Wachstumsunternehmen, die auf vielfältige Weise zur Steigerung der Ressourceneffizienz beitragen, rücken jetzt zunehmend in den Vordergrund. Je stärker in diese Unternehmen investiert wird, desto schneller reift der Sektor und desto früher können Anleger Erfolge ernten“, so Jochen Wermuth, Gründer und CIO von Wermuth Asset Management. „Beim jüngsten G20-Gipfel in Hamburg konnten wir die allgemeine Unzufriedenheit mit der US-Umweltpolitik erleben. Aber auch die Verteilung von Wohlstand in der Welt und die zunehmende Kluft bei Einkommen waren Ziel der Proteste. Beide Themen geben Anlass zu großer Sorge. Doch unserer Meinung nach werden es die Marktkräfte sein und nicht die Politik, die die Nutzung von erneuerbaren Energien und Ressourceneffizienz wirklich vorantreiben.“

Wermuth argumentiert mit "externen" Kosten
Die externen Kosten der Energiegewinnung aus fossilen Brennstoffen, die sich vor allem in Umwelt- und Gesundheitskosten niederschlagen, liegen laut Wermuth nachweislich zumindest gleichauf mit den Kosten der Stromerzeugung mit Solarstromanlagen oder übersteigen sie sogar. Im Jahr 2013 lagen die externen Kosten fossiler Energiegewinnung bei 150 US-Dollar pro Tonne Kohlenstoffdioxid (CO2). 2014 fielen bei der weltweiten Energieerzeugung in Kraftwerken durchschnittlich 519 g CO2 an, um eine KWh Strom zu erzeugen bzw. 519 kg für eine MWh. Durch die Erzeugung von 1,92 MWh Strom fällt daher eine Tonne CO2 an. Das entspricht Kosten in Höhe von 150 US-Dollar, die von der Allgemeinheit getragen werden.

Umgerechnet seien das laut Wermuth externe Kosten von rund 78 US-Dollar pro Megawattstunde Strom aus Kraftwerken weltweit. Das seien mehr als die eigentlichen Kosten der Gewinnung von Energie aus erneuerbaren Quellen. So werde Energie aus erneuerbaren Quellen im Mittleren Osten, in den USA und Lateinamerika zu Preisen von nur 30 US-Dollar pro MWh verkauft. In Deutschland liegen die Preise für Sonnenenergie bei 68 Euro pro MWh; bei Windparks ist das Kostenniveau ähnlich.

Wermuth betont: „Durch die Energiewende ergeben sich interessante wirtschaftliche Chancen, die direkt der Umwelt und der Gesellschaft nutzen. Die in den Entwicklungsländern erzielten Fortschritte, wie etwa die Nutzung von Solarenergie in entlegenen Ortschaften, schaffen einen greifbaren positiven Wandel in den Gemeinschaften vor Ort.“

Die Hauptakteure dieser grünen Industrierevolution sind agile KMU, die noch nicht an der Börse notieren. Wermuth Asset Management fokussiert sich auf Wachstumsunternehmen, die ohne Subventionen für erneuerbare Energien äußerst profitable Projekte umsetzen. (aa)

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Über Wermuth Asset Management:
Wermuth Asset Management (WAM) ist ein Family Office, das auch als Bafin regulierter Anlageberater agiert. Das Unternehmen hat sich auf Impact Investments in ressourceneffiziente Unternehmen über seine Green Gateway Funds spezialisiert. Die Fonds stellen europäischen KMU, die ressourceneffiziente Produkte und Leistungen anbieten, Wachstumskapital zur Verfügung. Über Private Equity, Listed Assets, Infrastruktur und Real Assets investiert das Unternehmen in Aktien sowie direkt über die eigenen Fonds und Drittfonds. Dabei befolgt WAM die UN-Prinzipien für nachhaltige Investments (PRI). Der deutsche Investor Jochen Wermuth gründete WAM im Jahr 1999. Er ist Mitglied im Steering Komitee der Investorenvereinigungen „100% Impact Network“ und „Europeans for DivestInvest“. Seit Juni 2017 ist Jochen Wermuth ebenfalls Mitglied im Anlageausschuss des neu aufgelegten, 24 Milliarden Euro schweren Atomüllentsorgungsfonds.

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