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Analyse: Märkte preisen Last Minute Brexit-Lösung ein

Hetal Mehta, die für Legal & General Investment Management als Senior European Economist in London tätig ist, analysiert, ob, angesichts des "extrem knappen" Zeitplans, Sorge über einen harten Brexit angebracht ist und wie sich der Markt bislang auf die Verhandlungen eingestellt hat.

Hetal Mehta
Hetal Mehta, die für Legal & General Investment Management als Senior European Economist in London tätig ist, analysiert den aktuellen Stand der Brexit-Verhandlung und wie die Märkte auf eben diesen eingestellt sind
© lgim

„Das als hochrangig angekündigte Treffen zwischen Premierminister Johnson und einer Reihe von EU-Vertretern in dieser Woche endete mit der üblichen Handvoll freundlicher Platitüden, konnte die Verhandlungen aber letztlich nicht voranbringen, weil zentrale Bereiche ungelöst blieben", kritisiert Hetal Mehta, die für Legal & General Investment Management als Senior European Economist in London tätig ist.

"Das Vereinigte Königreich hat nun bestätigt, dass es keinen Antrag auf eine Verlängerung der laufenden Übergangsperiode stellen wird. Nach Ablauf der Frist am 30. Juni wird dies den Druck auf die Beteiligten erhöhen, in den weiteren Verhandlungen Zugeständnisse zu machen. In der Tat stimmen beide Seiten überein, dass 'neuer Schwung erforderlich' sei, und Johnson unterstrich seine Bereitschaft, bis Ende Juli zu einer Einigung zu gelangen", so Mehta.

Extrem knapp
Aus Sicht der Ökonomin ist das "ein extrem knapper Zeitplan für einen maßgeschneiderten Deal, wenn man bedenkt, dass in diesem Jahr bisher kaum Fortschritte erzielt wurden. Sowohl das Vereinigte Königreich als auch die EU hatten mit der Bekämpfung des Coronavirus alle Hände voll zu tun. Für Großbritannien steigt die Gefahr, entweder ein Basisabkommen unterzeichnen zu müssen, um Zölle abzuwenden (mit dem Risiko eines erschwerten Marktzugangs aufgrund regulatorischer Änderungen), oder am Ende der Übergangsphase zu den WTO-Regeln zu wechseln."

Last Minute-Lösung
Die Deadline rückt somit immer näher, und die Märkte nehmen laut Mehta "den Brexit zunehmend in den Fokus, insbesondere die Devisenseite. Wir sind der Meinung, dass die Märkte aktuell einpreisen, dass die Verhandlungen bis zur letzten Minute dauern können, ein harter Brexit letztlich aber doch vermieden werden dürfte." Womit klar ist, in welche Richtung sich die Märkte bewegen, falls die Verhandlungen doch noch ins Auge gehen sollten. (hw)

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