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Amundi-Studie über die Widerstandsfähigkeit von bAV-Einrichtungen

Die derzeitige Pandemie macht Widerstandsfähigkeit zum wichtigsten Aspekt für europäische Altersvorsorgeeinrichtungen, zeigt eine aktuelle, von Amundi veröffentlichte Studie. Dies hat in Folge Implikationen für die Asset Allokation institutioneller Investoren.

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Covid-19 hat die Pensionsfinanzierung massiv beschädigt
Vor dem Hintergrund des Covid-19 Szenarios war die außerordentliche Reaktion der Zentralbanken und ihrer Regierungen entscheidend und kam zur rechten Zeit – trotz ihrer toxischen Nebenwirkungen auf die Auszahlungsfähigkeit der Altersvorsorgeeinrichtungen (AVEs).

Die Maßnahmen der Zentralbanken haben die Verbindlichkeiten in die Höhe getrieben und gleichzeitig dazu geführt, dass die regelmäßigen Erträge wegen der Nullzinsen gesunken sind. Dies in Kombination mit dem Zusammenbruch der Märkte im März 2020 hat die Liquiditätsquoten weltweit quasi verwüstet.

Auf Deflation folgt Inflation
Laut 85 Prozent der Befragten werden die Finanzmärkte eine W-förmige oder eine ziehharmonikaförmige Erholung erleben: Beide sind von Natur aus sehr volatil. Die meisten Fachleute halten es für wahrscheinlich, dass die Zentralbanken ihre Unabhängigkeit verlieren werden (84%) und dass eine Inflation auf die Deflation folgen wird, wenn die aktuelle Krise vorüber sein wird (77%). Schließlich glaubt die überwältigende Mehrheit der Befragten, dass die Renditen in diesem Jahrzehnt niedriger sein werden als in den vorangegangenen Dekaden (90%).
 
Professor Amin Rajan von Create-Research, Projektleiter, dazu: „Die Bewertung des makroökonomischen Schadens von Covid-19 gleicht dem Blick durch ein Kaleidoskop: Bei jeder Drehung erscheinen andere Bilder. Eines ist jedoch sicher: Je länger die Pandemie andauert, desto größer wird der wirtschaftliche Schaden für die Altersvorsorge.“
 
© rudall30

Vor dem Hintergrund der von Unsicherheit geprägten Weltwirtschaft und Börsenlage stochern institutionelle Investoren betreffend die weiteren Aussichten im Nebel. Deshalb messen Pensionsfonds/-kassen und andere langfristig orientierte Investoren der Widerstandsfähigkeit der Altersvorsorge-Portfolios eine immer größere Bedeutung zu. Darüber hinaus werden Beteiligungen und Infrastruktur-Investments für Investoren attraktiver, um eine Widerstandsfähigkeit innerhalb der Portfolios zu erreichen. Aber auch Sozial verantwortliches Investieren – das S in ESG  – rückt verstärkt in den Vordergrund. Dies zeigen die Ergebnisse des aktuellen Reports von CREATE-Research und dem größten europäischen Vermögensverwalter Amundi, über den die Franzosen informieren.

158 Fachleute aus 17 Altersvorsorgemärkten des öffentlichen und privaten Sektors, die zusammen ein Vermögen von 1,96 Billionen Euro verwalten, wurden hierfür mit dem Ziel befragt, zu erfahren, wie die Altersvorsorgeeinrichtungen (AVE) weltweit auf den durch Covid-19 erzeugten wirtschaftlichen Schock an den Märkten und dem aktuellen Kampf zurück zur „Normalität“ reagieren.

Die Highlights der Amundi-Studie finden Sie oben in der Bildergalerie. (aa)

 

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