Das Fachmagazin für institutionelle Investoren

Geben Sie Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort ein, um sich an der Website anzumelden:
| Theorie
twitterlinkedInXING

Amundi-Studie über die Widerstandsfähigkeit von bAV-Einrichtungen

Die derzeitige Pandemie macht Widerstandsfähigkeit zum wichtigsten Aspekt für europäische Altersvorsorgeeinrichtungen, zeigt eine aktuelle, von Amundi veröffentlichte Studie. Dies hat in Folge Implikationen für die Asset Allokation institutioneller Investoren.

9.jpg
ESG-Fonds vereinen moralische und attraktive Investments
Die Pandemie hat Anlegern einen Vorgeschmack darauf gegeben, wie physische Schocks Portfolios vernichten können. In diesem Zusammenhang haben sich ESG-Investitionen als widerstandsfähig erwiesen und zielen gleichzeitig auf eine gute risikobereinigte Rendite ab.

Der Marktcrash im März war ein Test dafür, ob ESG-Investitionen nur ein Bullenmarkt-Luxus sind, dem es an Widerstandsfähigkeit gegen große Drawdowns/Rückschläge fehlt. Die Ergebnisse der Umfrage zeigen das Gegenteil. Für die Mehrheit der Befragten schnitten ihre ESG-Fonds besser als der Rest des Portfolios (52%) oder gleich gut (45%) ab.

Darüber hinaus gewinnt der lange Zeit weitgehend ignorierte mittlere Buchstabe von ESG, der „S“-Faktor, an Bedeutung. Covid-19 hat Niedriglöhne, prekäre Arbeitsplätze und die Ausbeutung von Arbeitskräften in Berufen wie im Einzelhandel, im Transportwesen und im Gesundheitswesen, aufgedeckt.

Einem anderen Umfrageteilnehmer zufolge „wird den Unternehmen bewusst, dass sie für ihre Tätigkeit sozusagen eine soziale Lizenz benötigen. Die alten Wege sind für ihre Kunden nicht mehr akzeptabel“.

Da diese sozialen Überlegungen in den Vordergrund rücken, wird die „S“-Komponente von ESG in Zukunft immer wichtiger. Das Augenmerk richtet sich vor allem darauf, wie globale Unternehmen ihre Lieferketten managen. Daher ist der soziale Faktor (30%) nun gestiegen, und die Faktoren Umwelt (41%) und Governance (29%) haben seit der Umfrage 2018 relativ etwas an Bedeutung verloren.
 
© Elnur / stock.adobe.com

Vor dem Hintergrund der von Unsicherheit geprägten Weltwirtschaft und Börsenlage stochern institutionelle Investoren betreffend die weiteren Aussichten im Nebel. Deshalb messen Pensionsfonds/-kassen und andere langfristig orientierte Investoren der Widerstandsfähigkeit der Altersvorsorge-Portfolios eine immer größere Bedeutung zu. Darüber hinaus werden Beteiligungen und Infrastruktur-Investments für Investoren attraktiver, um eine Widerstandsfähigkeit innerhalb der Portfolios zu erreichen. Aber auch Sozial verantwortliches Investieren – das S in ESG  – rückt verstärkt in den Vordergrund. Dies zeigen die Ergebnisse des aktuellen Reports von CREATE-Research und dem größten europäischen Vermögensverwalter Amundi, über den die Franzosen informieren.

158 Fachleute aus 17 Altersvorsorgemärkten des öffentlichen und privaten Sektors, die zusammen ein Vermögen von 1,96 Billionen Euro verwalten, wurden hierfür mit dem Ziel befragt, zu erfahren, wie die Altersvorsorgeeinrichtungen (AVE) weltweit auf den durch Covid-19 erzeugten wirtschaftlichen Schock an den Märkten und dem aktuellen Kampf zurück zur „Normalität“ reagieren.

Die Highlights der Amundi-Studie finden Sie oben in der Bildergalerie. (aa)

 

twitterlinkedInXING

News

 Schliessen

Mit der Nutzung dieser Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies und unserer Datenschutzerklärung zu. Mehr erfahren