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Amundi CIO: Private Equity sieht teils nach Schneeballsystem aus

Teile des Private-Equity-Marktes sehen immer mehr wie ein Schneeballsystem aus, meint der Chief Investment Officer von Europas größtem Asset Manager. Das liegt an den hohen Zuflüssen und an gewissen Praktiken.

Vincent Mortier, Amundi
Vincent Mortier, Amundi
© François Daburon / Institutional Money

Amundi-CIO Vincent Mortier sagte in einem Pressebriefing am Mittwoch, dass die Menge an Geldern, die in den letzten Jahren von Private-Equity-Häusern eingesammelt wurde, die Bewertungen in die Höhe getrieben haben. Das wiederum habe den Firmen einen Anreiz gegeben, einander Vermögenswerte zu überhöhten Preisen abzukaufen.

“Wir befinden uns in einer großen Blase auf den privaten Märkten”, zitiert Bloomberg Mortier. “Wenn ich eine extreme Analogie wähle, könnte man sagen, dass einige Teile des Private-Equity-Marktes gewissermaßen aussehen wie ein Schneeballsystem, ein Pyramidensystem.”

Viel trockenes Pulver
Private Equity war weltweit einer der größten Gewinner der Niedrigzinsen in den letzten zehn Jahren. Im vergangenen Jahr haben Buyout-Firmen laut einer Studie von Bain & Co. den Rekordwert von 1,1 Billionen Dollar in neue Deals investiert, befeuert von hohen Mittelzuflüssen und Bergen an nicht investiertem Kapital. 

Amundi selbst hatte Ende 2021 rund 11 Milliarden Euro in Private Equity investiert, was nur einen Bruchteil der zwei Billionen Euro an verwaltetem Vermögen der Franzosen ausmacht.

Unternehmen werden weitergereicht
“Die überwiegende Mehrheit der Deals wird derzeit zwischen Private-Equity-Playern abgeschlossen”, so Mortier. “Ein Private-Equity-Unternehmen verkauft an ein anderes, das gerne einen hohen Preis zahlt, weil es viele Investoren an Bord geholt hat.”

Dank der Option, an Mitbewerber zu verkaufen, konnten viele Firmen Abwertungen der Vermögenswerte vermeiden, obwohl es zugleich einen Ausverkauf an den Aktienmärkten gab.

“Wenn sie wissen, dass sie einen Anteil an ein anderes Private-Equity-Haus für ein Vielfaches des Gewinns von, sagen wir, 20-mal, 25-mal oder 30-mal abgeben können, werden sie das in ihren Büchern natürlich nicht abschreiben”, so Mortier. “Deswegen spreche ich von einem Schneeballsystem, weil es zirkulär ist.”

Allerdings seien mit den richtigen Managern weiterhin gute Renditen erzielbar, so Mortier. “Mein Punkt ist nicht zu behaupten, Private Equity sei per se schlecht, es gibt einige sehr, sehr gute Gelegenheiten”, sagte er. “Aber Wunder gibt es eben nicht immer.” (aa)

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