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Amundi-Chefin: Erreichen auch ohne Unicredit unsere Ziele

Die Vertriebspartnerschaft zwischen der italienischen Großbank und dem französischen Asset Manager läuft aus – und wird möglicherweise nicht verlängert. Doch ein Ende der Kooperation hätte nur einen begrenzten Einfluss auf die Planung von Amundi, meint jedenfalls Firmenchefin Valérie Baudson.

Valérie Baudson, Amundi: "Um das Ganze ins rechte Licht zu rücken: Der Unicredit-Anteil ist geringer als das, was wir im vergangenen Jahr an Neugeld eingesammelt haben."
Valérie Baudson, Amundi: "Um das Ganze ins rechte Licht zu rücken: Der Unicredit-Anteil ist geringer als das, was wir im vergangenen Jahr an Neugeld eingesammelt haben."© Magali Delporte / Amundi

Die wichtigsten Eckpunkte:

  • Amundi-Chefin Baudson will trotz möglichen Kooperationsendes Ziele erreichen
  • Andere Kunden und Segmente würden allfälligen Rückgang kompensieren
  • Es ist kein "Notfallplan" möglich

Ein mögliches Ende der Partnerschaft mit der italienischen Großbank Unicredit soll den französischen Fondsriesen Amundi nicht daran hindern, seine Finanzziele zu erreichen. Dies sagte Amundi-Chefin Valérie Baudson dem Branchendienst "Financial News". Der Kooperationsvertrag läuft im Jahr 2027 aus. Die Unicredit erwägt, die Zusammenarbeit nicht zu verlängern, wie der Finanznachrichtendienst "Bloomberg" vergangenen Oktober berichtet hatte.

"In der Zwischenzeit arbeiten wir weiter und stellen unser gesamtes Fachwissen in den Dienst von Unicredit, ihren Netzwerken und Kunden", sagte Baudson im Gespräch mit "Financial News". "Die Finanzziele, die wir den Märkten angekündigt haben, werden wir unabhängig davon erreichen, wie sich die Situation mit der Unicredit entwickelt." Die beiden Finanzdienstleister hatten 2017 eine Vertriebspartnerschaft geschlossen, als Amundi der Unicredit das Fondshaus Pioneer abkaufte.

Kein Notfallplan erforderlich
Amundi hat im Zuge der Bekanntgabe der Jahreszahlen am Dienstag (3.2.) mitgeteilt, dass vergangenes Jahr unter dem Strich 16 Milliarden Euro von der Unicredit abgeflossen sind. Trotz der Abzüge der italienischen Bankengruppe, welche die Hypovereinsbank in Deutschland sowie die Bank Austria in Österreich umfasst, erzielte Europas größter Fondsanbieter 2025 mit einem Nettomittelaufkommen in Höhe von 88 Milliarden Euro einen Rekordwert.

"Es geht nicht um einen Notfallplan. Um das Ganze ins rechte Licht zu rücken: Der Unicredit-Anteil ist geringer als das, was wir im vergangenen Jahr an Neugeld eingesammelt haben", betonte Baudson gegenüber "Financial News". Der Konzernchefin zufolge verwaltet Amundi 86 Milliarden Euro für die Unicredit. Das gesamte verwaltete Vermögen des Pariser Asset Managers liegt bei fast 2,4 Billionen Euro. (ert)

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