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Amundi: An diesen drei Märkten könnte die nächste Finanzkrise starten

Philipe Ithurbide, Research-Chef von Amundi, hat drei potenzielle Krisenherde identifiziert, die einen globalen Crash auslösen könnten. Einer liegt in Europa, einer in Asien, einer in den USA.

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© Romolo Tavani / stock.adobe.com

Die Folgen der letzten Finanzkrise sind noch nicht komplett überwunden, da kündigt sich schon die nächste Krise an. Davor warnen jedenfalls Experten von Amundi. Die Marktkorrekturen Anfang dieses Jahres waren ein Alarmsignal, ist Philippe Ithurbide, Research-Leiter des Fondsanbieters, überzeugt. Er hat drei Märkte identifiziert, die in der aktuellen Situation einen weltweiten Schock oder sogar eine neue Krise auslösen könnten.

Erster potenzieller Krisenherd ist der Anleihemarkt. "Insgesamt sind die Zinssätze aufgrund der expansiven Geldpolitik der Zentralbanken zu niedrig", kritisiert Ithurbide. Weil Anleihen dadurch nicht die tatsächlichen Risiken einpreisen, sieht der Stratege insbesondere den europäischen Markt gefährdet. Weitere Risiken lauern bei chinesischen Unternehmens-Bonds: Pekings Wachstumsbestrebungen haben zu einer enormen Verschuldung der Unternehmen geführt. Ein weltweiter Anstieg der Leitzinsen wäre für Chinas Wirtschaft ein Problem.

Zinsen steigen, Vola auch
Drittes Sorgenkind ist der US-Aktienmarkt. "Viele Anleger halten ihn für stark überbewertet", erklärt Ithurbide. Die Frage ist, ob der US-Aktienboom nur ein vorübergehendes Phänomen ist, ausgelöst durch die Steuerreform und den zyklischen Wirtschaftsaufschwung. Um Anleger davon zu überzeugen, dass die Rallye einer steigenden Produktivität und Profitabilität zu verdanken ist, müssen US-Firmen ihr Wachstum kontinuierlich unter Beweis stellen, sagt der Amundi-Experte. Sonst steigt das Risiko eines Crashs.

Unwahrscheinlichstes Szenario für dieses und nächstes Jahr ist laut dem Strategen, dass es einfach so weitergeht wie bisher, mit geringer Volatilität, stabilem Wachstum, schwacher Inflation und niedrigen Leitzinsen. Ebenfalls unwahrscheinlich – wenn auch nicht ausgeschlossen – ist eine weitere Finanzkrise, gefolgt von einer globalen Rezession. Am ehesten treten die Märkte nun in eine Phase höherer Volatilität ein, sagt Ithurbide – mit steigenden Leitzinsen und regelmäßigen Korrekturen an den Aktienmärkten. (fp)

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