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American Century über tiefgreifende Veränderungen

Welche tiefgreifende Veränderungen in den Schwellenländern durch Covid-19 ausgelöst wurden, erörtert eine Fondsmanagerin von American Century Investments. Aufgrund der zunehmenden Bedeutung der Emerging Markets sollten institutionelle Investoren diese Entwicklungen auf der Rechnung haben.

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Fahrrad statt ÖPNV
Die Zurückhaltung bei der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel während der Pandemie hat zu einer steigenden Nachfrage nach traditionellen Fahrrädern und E-Bikes geführt. Die Online-Suche nach Fahrrädern hat laut Google Trends seit März 2020 um mehr als 500 Prozent zugenommen. Die Nachfrage übersteigt weiterhin das Angebot bei weitem, und in vielen Regionen gibt es lange Wartelisten für neue Fahrräder. Die Hersteller von E-Bikes und Elektrorollern profitieren auch von der deutlich gestiegenen Nachfrage nach Essenslieferungen.
© Wolf Heider-Sawall / FONDS professionell

"Das Coronavirus hat unsere Lebensweise zutiefst beeinflusst. Die Notwendigkeit, online einzukaufen, Bankgeschäfte zu erledigen, zu lernen, und miteinander zu kommunizieren, hat den Einsatz digitaler Technologien massiv beschleunigt. Das gilt aber nicht nur in den westlichen Ländern, sondern ganz besonders in den Schwellenländern. Das sollten Anleger auf der Suche nach Investmentchancen im Blick behalten, denn in Schwellenländern leben in absehbarer Zeit rund mehr als drei Viertel aller Verbraucher weltweit", erklärt Patricia Ribeiro, Senior Portfolio Manager Emerging Markets Equities bei American Century Investments in einem "Institutional Money" exklusiv vorliegenden Beitrag.

Welchen Schub die Pandemie dem Einkaufen im Internet gegeben hat, sei offensichtlich, doch tatsächlich gehen die Auswirkungen weit über das Online-Shopping hinaus. Ganz grundsätzlich haben sich die Einstellungen der Verbraucher zu Arbeit, Transport, Gesundheit und Hygiene, Bildung und Unterhaltung verändert, womöglich dauerhaft, meint Ribeiro.

Die Veränderungen gingen Hand in Hand mit einer Weiterentwicklung der Internet-Infrastruktur und einer Beschleunigung der Digitalisierung. "Wir gehen davon aus, dass sich das Muster der immer schnelleren Digitalisierung, das sich zum Beispiel in China auch nach der Aufhebung oder Lockerung Ausgangsbeschränkungen fortgesetzt hat, in allen aufstrebenden Märkten entwickeln wird", erklärt Ribeiro.

So nimmt in China, in der gesamten ASEAN-Region und in Indien die Nutzung des Internets stetig zu, da es zu einem integralen Bestandteil des täglichen Lebens wird, insbesondere in städtischen Gebieten. Online-Shopping, digitaler Zahlungsverkehr und das Arbeiten von zu Hause aus unterstützen diese Expansion. Die Internetwirtschaft Südostasiens hat sich in den vergangenen vier Jahren verdreifacht auf ein Umsatzvolumen von 100 Milliarden US-Dollar (2019). Für 2025 wird eine weitere Verdreifachung auf 300 Milliarden erwartet. Infolgedessen investieren Unternehmen in der Region, um ihre Online-Präsenz und ihre Lieferfähigkeit zu verbessern.

Das gilt nicht nur für Asien. Auch in Russland und Brasilien hat die Internetnutzung einen positiven Einfluss. In Russland beschleunigt sich die Verbreitung des E-Commerce erheblich. Die Trends in den entwickelten Märkten, wie z.B. Uber-ähnliche Modelle für Taxis und die Lieferung von Lebensmitteln, nehmen rasch zu. Und in Brasilien, wo etwa E-Commerce noch wenig verbreitet ist, sind zumindest die Wachstumsraten hoch.

Im Einzelnen lassen sich laut Ribeiro fünf zentrale Trends erkennen, die für Anleger relevant sind und die Sie obiger Bildergalerie entnehmen können. (aa)

 

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