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Am Beispiel der General Electric-Anleihen: Das Junk-Gespenst geht um

​Gründe hierfür sieht der Chef von StarCapital in der weiteren moderaten konjunkturellen Abkühlung der Weltwirtschaft und den reduzierten Anleihekäufen der Notenbanken sowie möglichen Liquiditätsengpässen bei Corporate Bonds. Schließlich machen Banken kaum mehr Market Making bei Bonds.

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Dr. Manfred Schlumberger, Vorstand und Co-Leiter des StarCapital-Portfoliomanagements, geht in seinem Marktkommentar StarInvest davon aus, dass der Zinsanstieg und damit die Verluste für Investoren im High-Yield-Bereich 2019 weiter zunehmen werden. 
© Axel Gaube / FONDS professionell

Hintergrund dieser Einschätzung ist die jüngste Krise der ehemaligen US-Industrie-Ikone General Electric (GE), die mit ihren Verlusten und Abschreibungen im dritten Quartal die Investoren geschockt und Anleger in Panik versetzt hat. „GE hat Anleihen von 120 Milliarden US-Dollar ausstehen. Kein anderes Unternehmen hat höhere Schulden am Rentenmarkt aufgenommen. Sollte die Kreditwürdigkeit des Konzerns in den Junk-Bereich sinken, müssten sich viele institutionelle Investoren von ihren Beständen trennen. Ein Crash am US-Corporate Bond Markt wäre unvermeidlich“, stellt Schlumberger fest.

Fast 50 Prozent des Investment Grades in den USA nur knapp über Ramsch-Niveau
Nach der Erfolgsgeschichte des Marktes für Corporate Bonds seit der Jahrtausendwende ist der Anteil der Hochzinsanleihen auf 20 Prozent am Gesamtmarkt gestiegen. Insbesondere in den USA sind die niedrigen Zinsen von Unternehmen genutzt worden, um preisgünstig Schulden am Rentenmarkt aufzunehmen. Heute liegt der Anteil der Unternehmensverschuldung am BIP der USA bei fast 50 Prozent, fasst Schlumberger zusammen. Rund die Hälfte der ausstehenden Investment-Grade-Anleihen rangierten nur eine Stufe über Ramschniveau; gleichzeitig sei die Kreditqualität im Segment der mit BBB bewerteten Anleihen stark gesunken. Sollte sich das Marktumfeld verschlechtern, drohe eine Herabsetzung auf Junkniveau.

Gestiegenes Angebot an Unternehmensanleihen hat für Nachfrage gesorgt
Institutionelle Investoren, die aus regulatorischen Gründen den volatilen Aktienmarkt scheuen, mussten ihren Bonitätsanspruch an Unternehmensanleihen senken, um ihre Renditeziele zu erreichen. Die Risikobereitschaft am Rentenmarkt sei zudem bei Privatanlegern aus Angst vor Aktien und mit wachsendem zeitlichen Abstand zur Finanzkrise größer geworden.

Notenbankenrückzug aus Corporate Bonds bedeutet fallende Kurse 
Aufgrund der konjunkturellen Abkühlung der Weltwirtschaft und des Rückzugs der Notenbanken Fed und EZB aus dem Anleihebereich erwartet StarCapital Verluste im Rentenbereich. „Im Rentensegment war Liquidität bisher kein großes Thema. Das könnte sich ändern! Die Verschärfung der Regulierung hindert Banken daran, ausreichend Liquidität in Anleihen bereitzustellen. Ein ‚Market Making‘ im Sinne eines fairen Ausgleichs von Angebot und Nachfrage ist Wertpapierbanken damit heute nicht mehr möglich. Größere Abflüsse würden zu deutlich größeren Kurseinbrüchen führen“, so Schlumberger.

StarCapital baut Corporate- und High-Yield-Segment zurück 
Aufgrund dieser Einschätzung habe das Portfoliomanagement der StarCapital das Corporate- und High-Yield-Segment seit längerem drastisch reduziert und auf US-Treasuries mit kurzen und mittleren Laufzeiten gesetzt. Der Einbruch bei den Schwellenländer-Hartwährungsbonds wurde für antizyklische Käufe auf langfristig sehr attraktiven Zinsniveaus genutzt. (kb)

 

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