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AllianzGI mit starkem Wachstum bei nachhaltigen Anlagen

Das nachhaltig gemanagte Vermögen steigt 2019 auf 165 Milliarden Euro. Deutlich mehr Aktivitäten gibt es zudem im Bereich kritischer Unternehmensdialog (+31 Prozent). Der Nachhaltigkeitstrend dürfte sich infolge der Coronakrise weiter verstärken.

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Tobias Pross, CEO von Allianz Global Investors, sagt: „Als globaler Asset Manager kommt uns eine zentrale Rolle zu, Anlagemöglichkeiten für Kundengelder zu identifizieren, die die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen voranbringen oder ermöglichen. Als führender Investment Manager für Alternatives haben wir auch Zugang zu relevanten Privatplatzierungen und können so Anlagen identifizieren, die wie bespielsweise erneuerbare Energie sehr konkret zu einer nachhaltigeren Zukunft beitragen können.“ 
© AllianzGI

Innerhalb von nur drei Jahren hat Allianz Global Investors das Volumen nachhaltiger Kapitalanlagen von rund 25 auf 165 Milliarden Euro per Ende 2019 vervielfacht. Anlagen mit integriertem Management der Nachhaltigkeitsrisiken und -chancen (Integrated ESG) machen dabei mit etwa 80 Prozent des nachhaltig verwalteten Vermögens den größten Anteil aus.

Zweistelliges Wachstum
2019 wuchs das nachhaltig gemanagte Anlagevermögen über die Kategorien Integrated ESG, SRI, SDG-aligned und Impact um rund 20 Milliarden Euro oder 14 Prozent. Das geht aus dem neuen Nachhaltigkeitsbericht für das Jahr 2019 hervor. Ein wichtiger Treiber für das Wachstum waren die 28 Strategien, die neu aufgelegt oder von traditionellen auf nachhaltige Anlageformen umgestellt wurden. Hinzu kamen Innovationen im Bereich der wirkungsorientierten Kapitalanlage (Impact).

Engagement nimmt ebenso zu
Weiter an Bedeutung gewonnen hat auch die aktive Vertretung der Aktionärsinteressen durch Abstimmung auf Hauptversammlungen sowie der kritische Unternehmensdialog. 2019 hat AllianzGI bei 333 Unternehmen insgesamt 448-mal – und damit deutlich häufiger als im Vorjahr (+31 Prozent) – den kritischen Dialog gesucht. Den Schwerpunkt bildeten dabei klassischerweise Corporate-Governance-Themen, bei 82 Unternehmen hat AllianzGI aber auch Umwelt- und Klimarisiken adressiert. Klimafragen entpuppten sich auch als wichtiges Thema bei der Abstimmung auf Aktionärsversammlungen: Laut einer Untersuchung von ShareAction belegt AllianzGI unter 57 globalen Asset Managern Rang 2, wenn es um die Unterstützung von klimafreundlicheren Aktionärsanträgen geht.

Neues Segment "SDG-(Social Development Goals)-aligned"
Als generellen Trend beobachtet AllianzGI, dass sich Investoren immer mehr für Anlagen interessieren, die neben einer finanziellen Rendite auch einen positiven Beitrag zu übergeordneten gesellschaftlichen Zielen wie etwa den UN-Zielen für nachhaltige Entwicklung (UN SDGs) leisten. AllianzGI sieht hierin ein bedeutendes zukünftiges Wachstumspotenzial und plant daher eine Reihe an Strategien und Fonds in dem neuen Segment SDG-aligned auf den Markt bringen, die wie der erfolgreiche Fonds Allianz Global Water zur Erreichung der UN-Nachhaltigkeitsziele (SDGs) beitragen.

Corona verstärkt Trend zu nachhaltigem und verantwortungsbewußten Handeln
„Angesichts der menschlichen und finanziellen Herausforderungen infolge der Coronavirus-Pandemie wird sich der Fokus auf verantwortungsbewusstes und nachhaltiges Wirtschaften noch verstärken", stellt Tobias Pross, CEO von AllianzGI, fest." Die Auswirkungen dieser Krise sind einschneidend, jedoch sollten wir Hoffnung und Inspiration aus der beispiellosen globalen Solidarität schöpfen, die wir sehen. Eine ähnliche Art von internationaler Kooperation wird erforderlich sein, um die globale Erwärmung zu verhindern und den Übergang zu einer CO2-neutralen Wirtschaft zu begleiten.“

Transformation zu Klimaneutralität entwickelt sich zu einem zentralen Thema
Die Chancen aus diesem Übergang seien enorm, der Weg dorthin werde von Disruption geprägt sein, so Porss weiter: "Es wird Gewinner und Verlierer geben. Wir sind überzeugt, dass aktive Asset Manager durch dieses disruptive Umfeld navigieren können, indem sie proaktiv mit den Unternehmen in den kritischen Dialog treten und aktive Investitionsentscheidungen treffen, um Wandel herbeizuführen, der messbar und von Dauer ist.“

Dekarbonisierung sollte auch mit Kojunkturprogrammen verfolgt werden
Beatrix Anton-Grönemeyer, Chief Sustainability Officer von Allianz Global Investors, fügt hinzu: „Es ist zu früh zu sagen, ob oder in wie weit Regierungen weltweit nach dem Ausbruch des Coronavirus die Gelegenheit nutzen werden, ihre Konjunkturprogramme mit Nachhaltigkeitszielen wie etwa der Dekarbonisierung der Wirtschaft zu verknüpfen. Es steht aber außer Frage, dass diese Themen weiterhin ganz oben auf der Tagesordnung der Entscheidungsträger stehen müssen.“

Droht nach dem schwarzen Schwan gar ein grüner Schwan?
„Es liegt in der Natur einiger Risiken, dass sie fast unmöglich vorherzusagen sind: Dies sind sogenannte "Schwarzer Schwan"-Ereignisse wie etwa der Ausbruch des Coronavirus. Aber ist es inzwischen Konsensus, dass das Risiko eines "Grüner Schwan"-Ereignisses durch das mögliche Versagen entsteht, den Klimawandel anzugehen", führt Anton-Grönemeyer weiter aus. "Wir stehen an einem Wendepunkt, an dem private Anleger ihr Geld nicht mehr nur für positive Renditen, sondern auch in einer sinnvollen, für die Gesellschaft vorteilhaften Weise investieren wollen. Mittel- bis langfristig wird die Dekarbonisierung der Wirtschaft zu einem zentralen Anlagethema, wie die Net-Zero Asset Owner Alliance zeigt - die von der UN einberufene Initiative institutioneller Investoren, der auch die Allianz angehört. Aktive Einflussnahme kann ein wirksamer Hebel sein, um den erforderlichen Wandel zu voranzubringen.“ (kb)

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