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Allianz Global Investors: Wer streut, rutscht weniger!

Der CIO Multi Asset Europe bei Allianz Global Investors (AGI) erläutert, warum die beste Assetklasse des vorigen Anlagejahrs nicht automatisch im neuen Jahr die Nase vorne haben wird und warum Diversifikation für professionelle Marktteilnehmer das Um und Auf ist.

Ingo Mainert, Allianz Global Investors
Ingo Mainert, Allianz Global Investors
© Allianz Global Investors

"Heute hui, morgen pfui – und andersherum. Dieser Eindruck drängt sich alljährlich beim Blick auf die Wertentwicklung der verschiedenen Anlageklassen auf. Eher selten stehen Vorjahressieger zweimal hintereinander ganz oben auf dem Treppchen, und beim grafischen Mehrjahresvergleich wirkt das von Jahr zu Jahr unterschiedliche Ranking der Assetklassen derart stark durcheinandergewürfelt, dass wir bei Allianz Global Investors die nachfolgende Grafik intern „Flickenteppich“ getauft haben", schreibt Ingo Mainert, CIO Multi Asset Europe, in einem aktuellen Kommentar unter Verweis auf diese Performance-Tabelle:

Rohstoffe haussierten 2021
Was fällt für 2021 auf? Mainert zufolge zunächst einmal der starke Turnaround bei Rohstoffen (ohne Edelmetalle). Im Vorjahr Coronakrisen-bedingt noch Letzter mit einem durchschnittlichen Preiseinbruch von rund einem Drittel, legten diese 2021 um fast 55 Prozent zu und landeten auf Platz 1. Der 2020-iger Krisengewinner Gold hingegen rangierte im letzten Jahr mit einem Plus von gut drei Prozent lediglich im Mittelfeld.

Bemerkenswert ist laut Mainert darüber hinaus: Insgesamt war 2021 ein gutes Jahr für Anleger: Sämtliche Assetklassen schnitten positiv ab, Aktien dabei deutlich besser als Anleihen. Hierzu trugen allerdings im starken Maße Währungseffekte bei, sprich ein im Jahresschnitt gegenüber dem US-Dollar und handelsgewichtet schwächerer Euro. Trotz Kursverlusten verhalf dies der internationalen Rentenseite über die Nulllinie.

Und wie ist der Ausblick für 2022 und darüber hinaus?
Nach vorne schauend müssen die Ertragserwartungen wohl generell niedriger veranschlagt werden als in der Vergangenheit. Dies ist laut Mainert unter anderem eine Folge des strukturellen Niedrigzinsumfeldes und hoher Aktienmarktbewertungen.

Langfristig bestätigt Mainert zufolge der „Flickenteppich“ eindrucksvoll: In den meisten Jahren können Aktien ihre Performancestärken ausspielen und landen tendenziell weiter oben. In Krisenzeiten hingegen können Anleihen und Gold ihre Vorteile als „sichere Häfen“ demonstrieren – dies zeigte sich exemplarisch 2008 und 2011, aber auch 2018.

Anders als in der Fußball-Bundesliga gäbe es dabei aber keinen Dauerabonnementen auf den Spitzenplatz; vielmehr findet sich bei den Vermögensklassen der Meister des einen Jahres im Folgejahr mitunter auf einem Abstiegsplatz wieder. 

Streuung ist das Um und Auf
"Daher ist der „Flickenteppich“ insgesamt ein flammendes Plädoyer für Diversifikation und aktives Management: Wer streut, rutscht weniger! Das Streuen des Kapitals über und innerhalb verschiedener Assetklassen und Regionen ist ein Fundament für stabile Anlageergebnisse. Wohlgemerkt ist dies die notwendige, aber nicht die hinreichende Bedingung. Mit anderen Worten: Diversifikation ist nicht alles, aber ohne Diversifikation ist (fast) alles nichts", erklärt Mainert abschließend. (aa)

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