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Allianz gibt Pfandbriefen den Laufpass

Die Allianz Leben reduziert ihr Pfandbrief-Exposure: Mittelfristig werden sich im Anlageportfolio des Konzerns keine dieser sicheren, aber unrentierlichen Papiere mehr finden. Dafür fließt noch mehr Geld in Aktien und Immobilien.

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Markus Faulhaber, Vorstandsvorsitzender der Allianz Leben
© Allianz Lebensversicherung

Die Allianz Leben hat angekündigt, immer weniger Kapital in unrentierliche Anleihen zu stecken. Stattdessen sollen nach eigenen Angaben die Investitionen in Aktien und alternative Anlagen ordentlich erhöht werden.

So soll unter anderem der Anteil der Pfandbriefe am Gesamtportfolio des deutschen Versicherungsprimus mittelfristig auf knapp über null sinken. In der Vergangenheit zählten diese zu den wichtigsten Anlagen in der Lebensversicherung.

Bis zu 18 Prozent Aktien
Die Aktienquote werde dagegen in den kommenden drei bis vier Jahren von aktuell zehn Prozent auf 13 bis 18 Prozent steigen. Damit hat die Allianz Leben schon jetzt eine Aktienquote, die drei Mal höher ist als bei diversen Wettbewerbern: "Diesen Anteil wollen wir mittelfristig weiter ausbauen. Das zahlt sich für unsere Kunden aus und ist dank unserer ausgezeichneten Finanzstärke auch möglich", so Markus Faulhaber, Vorstandsvorsitzender Allianz Leben.

Neben Aktien hat der Versicherer weltweit auch alternative Anlagen im Auge. Beispiele seien Investitionen in Immobilien wie im chinesischen "Silicon Valley". "Investitionen in alternative Anlagen wie Immobilien, Infrastruktur und erneuerbare Energien erzielen mit einem geringen Risiko stabile Zahlungen, von denen unsere Kunden profitieren", schreibt die Allianz.

6,7 Prozent Performance im Jahr
Die Strategie geht bisher auf: "Unsere Gesamtperformance der Kapitalanlagen der letzten fünf Jahre liegt bei 6,7 Prozent pro Jahr und damit 1,2 Prozentpunkte über dem Wettbewerb. Dies kommt unseren Bestands- und Neukunden gleichermaßen zu Gute", ist Faulhaber zufrieden.

Offenbar überzeugt das auch Kunden. Im ersten Halbjahr 2018 stiegen die Neubeiträge von Allianz Leben um 12,5 Prozent auf 6,4 Milliarden Euro gegenüber dem Vorjahreszeitraum.  Nach Berichten diverser Medien spielen klassische Lebenspolicen mit Garantiezinsen dabei im Grunde keine Rolle mehr: Faulhaber zufolge verkaufe seine Gesellschaft im Neugeschäft so gut wie keine Klassik-Policen, sondern nur noch Policen mit alternativem Garantiemodellen, die höhere Renditen versprechen. (jb)

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