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Alliance Bernstein: Diese drei Länder kaufen

Nach Anzeichen einer Erholung in den Schwellenländern zu Anfang des Jahres haben Emerging-Markets-Anleger wieder Bauchschmerzen. Jenseits der negativen Schlagzeilen ist AB-Fondsmanager Morgan Harting jedoch überzeugt: In vielen Regionen und Anlageklassen gibt es weiterhin solide Wachstumschancen.

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Türkei: Übersehene Erholung
Die Türkei durchlitt im Sommer 2018 einen Währungs- und Börsencrash, der hohe mediale Aufmerksamkeit erhielt. Galoppierende Inflation und die politische Einmischung in die Zentralbankpolitik erschütterten das Anlegervertrauen. Seitdem haben Regierung und Notenbank jedoch energische Maßnahmen ergriffen, um die Inflation und andere makroökonomische Ungleichgewichte zu bekämpfen – mit dem Erfolg, dass sich die Aktienmärkte stabilisierten und sich nun sogar eine Erholung abzeichnet.
Die Korrektur an den Aktien- und Devisenmärkten war extrem und die Risikoprämien bei türkischen Titeln gehören heute zu den höchsten aller Schwellenländer. Historisch gesehen erleben Schwellenländer innerhalb der zwei Jahre nach einem Währungscrash wie jenem in der Türkei im Jahr 2018 einen starken Aufschwung – vorausgesetzt, die Wirtschaft stabilisiert sich und Investoren steigen wieder ein. Dennoch dürften türkische Aktien und die Lira aufgrund der anhaltenden Skepsis der Anleger volatil bleiben, wie es auch die jüngsten Turbulenzen wieder zeigen. Aus diesem Grund sollte man hier vorsichtig vorgehen.
© natanaelginting / stock.adobe.com

Das vergangene Jahr war für Schwellenländeranleger kein Zuckerschlecken. Eskalierende Handelsspannungen zwischen China und den USA, höhere US-Zinsen und ein stärkerer US-Dollar führten zu einer schmerzhaften Korrektur bei EM-Vermögenswerten, insbesondere bei Aktien.

Anfang des Jahres hatten sich die Kapitalmärkte der Emerging Markets rasch erholt, nachdem die Zinserhöhungen der US-Notenbank Fed in weite Ferne rückten und die Hoffnung auf eine Lösung des US-chinesischen Handelskonflikts erwachte. Zwar habe der Aufschwung in den letzten Wochen etwas nachgelassen. "Dennoch sind wir der Meinung, dass die Erholung weitergehen wird – wenn auch mit einer erhöhten Volatilität", sagt Morgan Harting, Portfolio Manager Emerging Markets Multi-Asset beim Asset Manager Alliance Bernstein (AB).

Gründe für Zuversicht gibt es viele. Nicht nur die relativen Bewertungen und die Aussichten für steigende Unternehmensgewinne erfreuen den Schwellenländer-Experten. Auch die Entwicklung des US-Dollar stimmt Harting zuversichtlich: "Unserer Ansicht nach ist die US-amerikanische Währung mittlerweile extrem überteuert. Wir glauben, dass dieser Trend nicht nachhaltig ist und sich sogar umkehren könnte. Das könnte Vermögenswerten aus den Schwellenländern weiteren Auftrieb geben."

Anleger sollten jedoch nicht vergessen: Nicht alle Schwellenländer haben gleichermaßen unter dem starken Dollar gelitten – und sind auch von den Handelsspannungen zwischen den USA und China unterschiedlich stark betroffen. Zudem sind die Länder wirtschaftlich und politisch sehr verschieden. "Anleger benötigen einen guten Durchblick und eine differenzierte Herangehensweise, was die Regionen, Assetklassen und Sektoren angeht", betont Harting.

Harting sieht heute drei Regionen, die aktuell solide Anlagechancen bieten könnten – klicken Sie sich durch unsere Fotostrecke oben. (mb)

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