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Alliance Bernstein: Anleger sollten sich für Post-Corona positionieren

Nach einem schwierigen Wirtschaftsjahr 2020 wird es 2021 wahrscheinlich besser laufen. Investoren sollten daher auf eine wirtschaftliche Erholung setzen und ausreichend hohe Positionierungen bei Aktien, Credits und Schwellenländeranlagen haben, meint eine Alliance Bernstein-Fondsmanagerin.

 Karen Watkin, Portfoliomanagerin des AB All Market Income Portfolio beim Asset Manager AllianceBernstein (AB)
Karen Watkin, Portfoliomanagerin des AB All Market Income Portfolio beim Asset Manager AllianceBernstein (AB)
© AllianceBernstein (AB)

„2020 wird wohl als eines der schwierigsten Jahre in die Wirtschaftsgeschichte eingehen – 2021 dürfte sich dagegen die wirtschaftliche Erholung fortsetzen und Anleger sollten sich für eine Post-Corona-Welt positionieren“, schreibt Karen Watkin, Portfoliomanagerin des AB All Market Income Portfolio beim Asset Manager AllianceBernstein (AB), in einem aktuellen Marktkommentar.

Überdurchschnittliche Erträge erwartet
Für Aktien erwartet Watkin positive und überdurchschnittliche Erträge, bedingt durch eine anhaltende Normalisierung der Konjunktur sowie Prognosen für ein solides Gewinnwachstum. Während Wachstumstitel zu den Corona-Gewinnern zählten und seit Jahresbeginn etwa 15 Prozent zulegten, haben vor allem Corona-Nachzügler wie etwa Unternehmen aus dem Immobiliensektor und Unternehmen, die ihre Dividendenzahlungen kürzen oder aussetzen mussten, nun ein großes Erholungspotenzial. „Impfstoffe in greifbarer Nähe könnten als Katalysator dienen und ‚aufgestaute‘ Erträge freisetzen“, so Watkin.

Emerging Markets aufstocken
Chancen sieht die Multi-Asset-Expertin auch bei Schwellenländern. „Aktien und Anleihen aus Schwellenländern dürften im Verlauf des nächsten Jahres bei Anlegern auf zunehmendes Interesse stoßen: Ihre fundamentalen Aussichten verbessern sich zusehends – bei Bewertungen, die im Vergleich zu Wertpapieren aus Industrieländern günstig sind“, betont Watkin.

Die Bewertungskennzahlen von Wertpapieren aus Schwellenländern sind jedenfalls ermutigend: Da die Gewinne von Unternehmen aus diesen Ländern im nächsten Jahr voraussichtlich um mehr als 30 Prozent steigen werden, erscheinen deren Aktienkurse im Vergleich zu Titeln aus Industrieländern besonders günstig. So beträgt beispielsweise das Kurs-Gewinn-Wachstums-Verhältnis, das den Wert einer Aktie in Relation zu ihrem Gewinnwachstumspotenzial misst, in den Schwellenländern nur 0,44 – im Vergleich zu 0,82 in den USA. Auch die Renditeaufschläge für hochverzinsliche Anleihen sind in den Schwellenländernsehr attraktiv und liegen gegenüber Hochzinspapieren aus den USA nahe ihrem Zehn-Jahres-Höchstwert.

Anleihen stabilisieren Portfolios
Trotz Niedrigzinsen sollten Anleger auch Anleihen aus den Industrieländern nicht links liegen lassen. „Die Duration von Staatsanleihen aus Industrieländern bleibt unserer Ansicht nach weiterhin von Bedeutung. Denn falls die Unsicherheit erneut zunehmen sollte, könnten diese Wertpapiere auf mittlere Sicht zu einer Streuung von Aktienrisiken beitragen“, so Watkin abschließend. (aa)

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