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Aller Skepsis zum Trotz: UK verbessert sich in M&A-Ranking deutlich

Trotz aller Unkenrufe zeigt sich das Vereinigte Königreich nach dem Brexit zumindest kurzfristig resilient. So ist das UK laut dem Mergers and Acquisitions Attractiveness Index im Vergleich zum Vorjahr um zwei Plätze auf den fünften Platz in der Welt und den dritten Platz in Europa aufgestiegen.

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War der Brexit für das UK am Ende vielleicht doch gar nicht so daneben?
© mikesch112 / stock.adobe.com

Das Vereinigte Königreich ist trotz des Austritts aus der Europäischen Union weiterhin ein attraktives Investitionsziel. Dies geht aus dem neuesten Mergers and Acquisitions Attractiveness Index Score (MAAIS) hervor, der vom Mergers & Acquisitions Research Centre an der Business School (ehemals Cass) erstellt wurde.

Die jährliche Zusammenstellung bewertet jedes Jahr Länder weltweit nach ihrer Fähigkeit, inländische und eingehende M&A-Aktivitäten anzuziehen und aufrechtzuerhalten, kategorisiert nach sechs Entwicklungsfaktoren. Die endgültige Punktzahl für jedes Land basiert in erster Linie auf den Indexwerten, aber auch auf dem tatsächlichen Volumen der Aktivitäten, die im Laufe des Jahres stattgefunden haben.

Aufstieg trotz oder wegen Brexit?
Die neuesten Daten, die das Jahr 2020 abdecken, zeigen, dass das Vereinigte Königreich im Vergleich zum Vorjahr um zwei Plätze auf den fünften Platz in der Welt und den dritten Platz in Europa hinter Deutschland und den Niederlanden aufgestiegen ist. Dies ist den erhobenen Daten zufolge vor allem auf die wahrgenommenen Stärken in den Bereichen Infrastruktur und Vermögenswerte sowie technologische Kompetenzen zurückzuführen.

Deutschland, derzeit auf Platz drei der Gesamtliste, ist das erste europäische Land in der Indexliste. Trotz aller Unsicherheiten durch Brexit und Covid-19 hat Deutschland aufgrund seiner stabilen regulatorischen und politischen Faktoren sowie Infrastruktur und Vermögenswerte zwei Plätze in der Gesamtliste gewonnen. 

Weitere globaleTrends

  • Die USA und Singapur haben ihren jeweiligen ersten und zweiten Platz mit einer anhaltend starken Leistung von Infrastruktur und Vermögenswerten gehalten.
  • Saudi-Arabien steigt um 20 Plätze und in die Top 30 auf, dank seiner sich verbessernden sozio-ökonomischen Leistung nach Weltbankdaten.
  • Island steigt um 13 Plätze auf den 32. Rang auf, vor allem dank seines ESG-Indexwertes (Economic, Social and Corporate Governance).
  • Brasilien fällt im weltweiten Vergleich um 12 Plätze zurück, was nicht zuletzt auf die schlechte regulatorische und politische Entwicklung im letzten Jahr zurückzuführen ist.
  • Über einen Zeitraum von fünf Jahren ist Italien um 23 Plätze gefallen und befindet sich nun außerhalb der weltweiten Top 30.
  • China ist um 20 Plätze abgerutscht, da sich regulatorische und ESG-Faktoren weiterhin auf ihre jeweilige Lage auswirken. (hw)
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